Finanzkrise: Lehman-Opfer fordern Credit Suisse zum Handeln auf
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FinanzkriseLehman-Opfer fordern Credit Suisse zum Handeln auf

Die Credit Suisse soll nach der Lehman-Pleite mit den geschädigten Anlegern über eine einvernehmliche Lösung für alle verhandeln. Dies fordern der Westschweizer Konsumentenverband (FRC) und die Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer.

Zusammen würden sie mehr als 750 Lehman-Opfer vertreten, teilte die Schutzgemeinschaft am Sonntag in einem Communiqué mit. Die Credit Suisse solle über «überindividuelle Lösungen» verhandeln, «statt wie bisher wenigen Betroffenen telefonisch Angebote zu unterbreiten».

Die FRC hatte die Credit Suisse bereits am 21. Oktober dazu aufgefordert, «eine umfassende und gerechte Lösung» für die Opfer der Lehman-Pleite anzubieten. Der Konsumentenverband drohte mit juristischen Folgen, falls die Credit Suisse auf die Forderung nicht eingehe.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Bank einzelnen geschädigten Anlegern telefonisch Zahlungen angeboten hatte. Die Credit Suisse hatte diese Offerten bestätigt, wollte die Höhe der Angebote aber nicht bekannt geben. In den Genuss einer solchen Entschädigung kommen allerdings nicht alle Opfer der Lehman-Pleite.

Laut Credit Suisse bekommen nur Kunden ein Angebot, die am 31. August Vermögenswerte von bis zu 500 000 Franken bei der Bank gehabt und davon über die Hälfte in kapitalgeschützten Lehman- Produkten angelegt hatten. Wie viele Kunden diese Bedingungen erfüllen, wollte die Grossbank nicht sagen.

(sda)

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