«GERMANY'S NEXT TOPMODEL»: Lehren, Lob und Leiden im Halbfinale
Aktualisiert

«GERMANY'S NEXT TOPMODEL»Lehren, Lob und Leiden im Halbfinale

Die Show «Germany's Next Topmodel» ist eine harte Schule. Das Lehrmaterial der vorletzten Episode sind dann auch folgerichtig fiese Magazin-Überschriften und handfestes Gebrüll.

von
Philipp Dahm

Es ist die letzte Woche vor dem Finale. «Das wird - glaube ich - schon hart», sagt Christina gleich zu Beginn der vorletzten GNTM-Episode: Der Spannungsbogen wird gespannt für die kommenden zwei Stunden.

Unsere kleine Medienschule

Juror Peyman kommt in die Model-Villa und hat einen Gast im Schlepptau: Peter Lewandowski, seines Zeichens Macher des Hochglanzmagazins «Gala», trainiert mit den Mädchen Interviews. Caro fragt er, ob sie karrieregeil sei. «So ein bisschen karrieregeil zu sein find ich schon gut», gesteht die. Hinterher sagt sie, sie habe sich so über das Gespräch gefreut, dass sie wohl zu viel erzählt habe.

Christina ist so unvorsichtig sich zu wünschen, Heidi Klum sollte in einer nächsten Staffel mehr bei den Mädchen sein. Jennifer gibt zu Protokoll, GNTM sei härter als ihr Realschulabschluss. Später wird der Redaktor den Mädchen das Ergebnis präsentieren: Jennifer leidet unter dem Druck, wäre die Überschrift des Interviews gewesen. «Es ist krass, was ein Journalist daraus machen kann», sagt Jennifer erschrocken.

Die Nachfrage bei Wanda, ob sie denn auch nach Hollywood wolle, wird als Grössenwahn ausgelegt. Caros Aussage, sie möge Klum am liebsten, wird so umgedreht: Caro mag Peyman und Rolf nicht. Nach dieser Übung werden sich die Mädchen beim nächsten Interview wohl zwei Mal überlegen, was sie sagen, bevor sie den Mund aufmachen …

Unsere kleine Schauspielschule

Der erste Kampf um einen Job verlangt mal wieder Schauspieltalent: Ein Telekommunikationsunternehmen will einen Werbespot drehen. Dabei ist eine Frau zu sehen, die sich beim Telefonat mit dem Freund hektisch fürs Date umzieht, das sie vergessen hat. Er fragt sie am Ende: «Bist du schon fertig? Ich nicht!»

Die junge Jennifer schlägt sich nicht so schlecht, wie man hätte annehmen können, doch gut ist sie nicht. Nach dem Auftritt von Schauspielerin Wanda meint der Regisseur nur: «Wow!». Caros Darbietung hatte für ihn «sehr viel Schönes». Janinas Versuch ist kaum zu sehen und Christina kann hinterher locker zugeben: «Das ist halt nicht so mein Ding. Aber es war lustig.» Das Engagement bekommt am Ende Caro.

Unsere kleine Aggressionsschule

Eine weitere Aufgabe im «Halbfinale» der Show: Ein Fotoshooting mit Peyman bestehen, bei dem der Juror angegangen werden sollte. Dieselbe Szene hatte es auch schon in der vorigen Staffel gegeben: Gehen den Machern auf den letzten Metern gar die Ideen aus? Christina ist die Erste und macht eine neue Erfahrung: «Ich habe noch nie einen Menschen geschlagen.»

Wanda muss bei ihrem Einsatz lachen und zieht sich damit Klums Zorn zu. «Das war wohl nix. Miserabel!» Wanda ist «geknickt. Aber ich wollte Peyman nicht weh tun.» Im Gegensatz zu Jennifer und Janina, die es dem Juror mit Wucht heimzahlen. Letztere wird anschliessend zur Gewinnerin erklärt und darf für ein Hochglanzmagazin ein Shooting machen.

A propos: Da die Show-Erste auf den Titel der «Cosmopolitan» kommt, müssen die letzten Fünf mal wieder ins Fotostudio. Wanda schwitzt offensichtlich. «Egal, das retuschieren wir», sagt die Chefredaktorin. Caro darf im Anschluss daran ihren Werbespot drehen, Janinas Fotostrecke wird im Stil einer 60er-Jahre-Diva gemacht.

Unser kleines Halbfinale

Dass es dem Ende zugeht, verrät einem die langgestreckte «Erinnerungssequenz»: Zu Geigen- und Klavierklängen lässt man die vorherigen Folgen Revue passieren. Es regnet Lehren und Lobhudeleien. «Drei Monate waren wir unterwegs», fasst Klum schliesslich zusammen. Die Mädchen hätten «die ganze Welt» bereist. Nun steht der letzte Lauf vor dem Finale auf der Agenda: Die Musik, die Kleidung und das Styling dazu dürfen die Damen selber wählen.

Das Ergebnis der Entscheidung in Wort und Bild finden Sie hier.

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