Winterthur: Lehrer erhalten Kurse zu radikalisierten Teenagern
Aktualisiert

WinterthurLehrer erhalten Kurse zu radikalisierten Teenagern

Um die Anzeichen einer Radikalisierung frühzeitig zu erkennen, werden ab September alle Winterthurer Lehrer von Fachleuten geschult.

1 / 7
Dieser junge Mann aus Winterthur hat sich dem IS angeschlossen und ist laut seinen Freunden im Januar 2015 bei einem Luftangriff auf Kobane gestorben.

Dieser junge Mann aus Winterthur hat sich dem IS angeschlossen und ist laut seinen Freunden im Januar 2015 bei einem Luftangriff auf Kobane gestorben.

Facebook
Gern posierte der 21-Jährige, der sich den Namen Ibn Muhamad Al-Kurdi zulegte, mit einer Waffe in den Händen und in Tarnkleidung.

Gern posierte der 21-Jährige, der sich den Namen Ibn Muhamad Al-Kurdi zulegte, mit einer Waffe in den Händen und in Tarnkleidung.

Facebook
Offenbar befand er sich längere Zeit im Dienst der Terrorgruppe Islamischer Staats (IS) - hier ein weiteres Bild mit schusssicherer Weste.

Offenbar befand er sich längere Zeit im Dienst der Terrorgruppe Islamischer Staats (IS) - hier ein weiteres Bild mit schusssicherer Weste.

Facebook

Die Stadt Winterthur reagiert auf das Verschwinden von fünf Teenagern, die angeblich für den Islamischen Staat (IS) in den Krieg gezogen sein sollen. Das Schuldepartement zieht künftig externe Fachleute bei, die eine Radikalisierung erkennen sollen.

Mit Hilfe der Fachleute wolle man diesem neuen gesellschaftlichen Phänomen begegnen, sagte Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP) am Montag gegenüber TeleZüri. Aufgabe der Experten ist es auch, die Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen zu schulen.

In den Schulungen lernen die Lehrkräfte, die Anzeichen einer Radikalisierung frühzeitig zu erkennen. Zeichen dafür sind beispielsweise, wenn ein Mädchen plötzlich verschleiert zur Schule kommt oder sich ein Jugendlicher weigert, der Lehrerin die Hand zu geben. Die erste Lehrer-Schulung findet im September statt. (sda)

Deine Meinung