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PädophilieLehrer masturbierte im Pfadiheim vor Mädchen

Das Kriminalgericht Luzern hat einen 50-jährigen Mann verurteilt, weil er mehrmals in einem Pfadiheim in Reiden LU vor schlafenden Mädchen masturbiert hatte.

Hier ereigneten sich die Taten: Das Pfadiheim in Reiden LU.

Hier ereigneten sich die Taten: Das Pfadiheim in Reiden LU.

Der Pädophile drang zwischen 2006 und 2012 drei Mal in dasselbe Pfadiheim ein und begab sich jeweils in einen Raum mit schlafenden Mädchen. Dort zog er sich aus, machte das Licht an und befriedigte sich vor oder sogar in den Betten der Mädchen. In einem Fall berührte und küsste er auch das Gesäss eines Kindes. Die Polizei stellte bei dem Mann zudem zehntausende Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt sicher.

Das Kriminalgericht Luzern sprach den geständigen und nicht vorbestraften Schweizer im abgekürzten Verfahren unter anderem der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern und der mehrfachen Pornografie schuldig. Der Primarlehrer erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Zudem muss sich der Mann therapieren lassen.

Freiwilliger in Kinder-Organisation

Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft verlor der ledige Mann seine Stelle als Primarlehrer fristlos und war darauf arbeitslos. Allerdings arbeitet er 2016 mehrmals als Freiwilliger in Kinderorganisationen. Die Rückfallgefahr des Beschuldigten wurde darauf in einem Therapiebericht von «gering bis mässig» auf «mässig» erhöht.

Die Dauer der Probezeit wurde vom Gericht mit dem Einverständnis der Parteien von den ursprünglich von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagenen zwei Jahren auf vier Jahre erhöht. Ferner wurde für den Angeklagten ein Tätigkeitsverbot für Betreuungsaufgaben mit Kindern unter 16 Jahren ausgesprochen.

(sda)

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