Aktualisiert 20.04.2007 07:18

Lehrer-Reissaus: «Rüegg soll jetzt sofort zurücktreten»

Die Eltern der Kinder im Mittelstufen -Schulhaus Bachtobel haben Departementschef Gerold Lauber und Schulkreispräsident Andreas Rüegg ein Ultimatum gestellt. Dieses läuft am 8. Mai ab. Ein SVP-Politiker will Rüegg schneller loswerden.

Bis am 8. Mai soll eine Task-Force gebildet werden, die die Rolle des unglücklich agierenden Schulpräsidenten Rüegg im Fall Bachtobel untersucht. Sollte diese nicht gebildet werden, wollen die erbosten Eltern erneut die Medien einschalten.

SVP-Bemeinderat Mauro Tuena will nicht solange warten. Für ihn ist das Ende der Fahnenstange erreicht, wie er gegenüber «Radio 24» sagte. «Es ist offensichtlich dass Rüegg seinen Job nicht im Griff hat. Er soll jetzt sofort zurücktreten und die Arbeit jemandem überlassen, der mit der Situation umgehen kann», sagte Tuena.

An der von der Elterndelegation gestern einberufenen Konferenz wurden schwere Vorwürfe gegen die amtierende Schulleiterin und gegen den in der Kritik stehenden Schulpräsidenten Andreas Rüegg erhoben.

Im Stadtzürcher Schulkreis Uto herrscht erneut Aufregung. Zwei Wochen nach der Problemklasse sorgt in einem anderen Schulhaus die Kündigung von allen Mittelstufenlehrern für Aufruhr. Grund ist ein Streit mit der Schulleiterin.

Diese bestätigte, dass sämtliche drei Mittelstufenlehrer des Schulhauses Bachtobel Mitte April gekündigt hätten. Mehr wollte die Schulleiterin nicht sagen.

Hinzu kommt noch die Kündigung einer Fachlehrerin, die unter anderem Handarbeit unterrichtet. Dies war an einer Medienkonferenz einer Elterndelegation am Donnerstagnachmittag zu erfahren. Der Konflikt zwischen den Eltern, der Schulleitung und dem Schulkreispräsidenten schwelt seit Mai 2006.

Nun habe man bewusst die Medien eingeschaltet, sagte Elternvertreter Thierry Weidmann vor den Medien. So hoffe man auf mehr Gehör. Die Elterndelegation kritisiert vor allem den Führungsstil der Schulleiterin, die auch auf der Unterstufe unterrichtet. Ihr Stil habe zu Konflikten geführt, die Schulkreispräsident Andreas Rüegg nicht habe lösen können.

Eltern fordern Taskforce

Die Toleranz der Eltern sei zu Ende. Deshalb habe man anlässlich eines Treffens mit Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartementes, Schulkreispräsident Andreas Rüegg, Tony Vinzenz, Direktor des Schulamtes, und Urs Baumgartner, Leiter Rechtsdienst des Departementes, den Einsatz einer Taskforce gefordert. Das Treffen fand vor der Medienkonferenz statt.

Die Taskforce soll bis am 8. Mai gebildet werden. Sie soll die Ursachen des Konflikts aufdecken, die Rolle von Andreas Rüegg überprüfen, eine neue Schulleitung evaluieren und sicherstellen, dass die jetzige Schulleiterin, die ihr Leiter-Amt im Sommer abgibt, keine Personalentscheide mehr fällt.

Gemeinsame Stellungnahme von Gerold Lauber und Andreas Rüegg

In einem Communiqué vom Donnerstag halten Gerold Lauber und Andreas Rüegg fest, die verschiedenen Anträge der Elterndelegation prüfen zu wollen. Ziel sei es, im Interesse der Schule zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Andreas Rüegg war bereits ins Schussfeld der Kritik geraten, weil er im Zusammenhang mit der Problemklasse im Schulhaus Borrweg nicht rechtzeitig reagiert hatte. Im Stadtparlament wurde sogar sein Rücktritt gefordert.

(sda)

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