27.01.2019 13:54

Schule

Lehrer sollen sich mehr um Problemkinder kümmern

Eine Idee, die bei der Lehrerschaft auf Widerstand stösst: Statt Spezialisten sollen vermehrt die Lehrer die Aufgaben des Heilpädagogen übernehmen.

von
roy
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Lehrer sollen Spezialisten ersetzen. (Symbolbild)

Lehrer sollen Spezialisten ersetzen. (Symbolbild)

Mohssen Assanimoghaddam
Damit soll die Qualität des Unterrichts verbessert werden.

Damit soll die Qualität des Unterrichts verbessert werden.

Keystone/uwe Anspach/DPA
Dieser Ansicht ist die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner: Die Politikerin an der Eröffnung der neuen Kantonsschule in Uetikon am See (20. August 2018)

Dieser Ansicht ist die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner: Die Politikerin an der Eröffnung der neuen Kantonsschule in Uetikon am See (20. August 2018)

Keystone/Melanie Duchene

Ab nächstes Jahr können sich Lehrer an der interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich weiterbilden lassen, zu einer sogenannten Heilpädagogin light, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Dies bedeutet, dass man künftig weniger Spezialisten im Klassenzimmer braucht. Denn bislang werden für Problemschüler vielfach Spezialisten hinzugezogen, beispielsweise um jene in Deutsch oder Logopädie zu unterstützen.

Doch geht es nach der Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner, soll sich dies ändern. «Eine Stärkung der Lehrpersonen hat zum Ziel, einen weiteren Anstieg des Bedarfs an Heilpädagogen zu vermeiden», so die CVP-Politikerin zur Zeitung. Steiner wolle, dass die Lehrer die Qualität ihres Unterrichts mit dem neu angeeigneten heilpädagogischen Wissen verbessern können.

Der Vorschlag stösst bei der Lehrerschaft allerdings auf Kritik: «Wir wehren uns vehement dagegen, dass die Lehrpersonen zusätzlich noch heilpädagogische Verantwortung übernehmen müssen», sagt Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerverbands in der «NZZ am Sonntag».

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