17.10.2020 11:40

Stinkende ÖlheizungLehrer und Kindergärtner klagen über Kopfweh und Übelkeit

Weil die Ölheizung stinkt, klagen Kids und Lehrer in einem Könizer Kindergarten über Kopfschmerzen. Die Gemeinde will nun Öl kaufen, das weniger stinkt.

von
Gianni Walther
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Im Kindergarten Nessleren in Wabern stinkts. Dort befinden sich Ölöfen in Zimmern, in denen sich auch Kinder und Lehrer aufhalten.

Im Kindergarten Nessleren in Wabern stinkts. Dort befinden sich Ölöfen in Zimmern, in denen sich auch Kinder und Lehrer aufhalten.

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Lehrer und Kinder klagen wegen des Ölgeruchs über Kopfschmerzen und Übelkeit, hält der Elternrat Wabern fest.

Lehrer und Kinder klagen wegen des Ölgeruchs über Kopfschmerzen und Übelkeit, hält der Elternrat Wabern fest.

imago images/Science Photo Library
Weil der Kindergarten als Provisorium errichtet worden war, hat er keinen Keller und kein Radiatorensystem. Deshalb stehen die Öfen in den Zimmern.

Weil der Kindergarten als Provisorium errichtet worden war, hat er keinen Keller und kein Radiatorensystem. Deshalb stehen die Öfen in den Zimmern.

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Darum gehts

  • Weil der Kindergarten Nessleren in Köniz veraltet ist, stehen die Ölöfen in den Unterrichtszimmern.

  • Die Heizung sorgt für dicke Luft: Im Kindergarten stinkts.

  • Lehrer und Kindergärtner klagen über Kopfweh und Übelkeit.

  • Der Waberer Elternrat fordert die Gemeinde zum Handeln auf.

  • Das tut die Gemeinde auch: Sie bestellt schwefelarmes Öl, das weniger stinken soll.

«Es stinkt furchtbar, und es wird gewissen Kindern und auch Eltern während der Elterngespräche deswegen übel», heisst es im Sitzungsprotokoll des Elternrats Wabern. Gemeint ist die Ölheizung des Kindergartens Nessleren in der Gemeinde Köniz, wie es in der Quartierzeitung «Wabern Spiegel» heisst.

Der Gestank setze sich in den Kleidern der Kindergärtner fest. Die Kids finden dies zwar nicht so schlimm, aber «Lehrer und Eltern finden es fürchterlich und sind besorgt», heisst es weiter. Und: «Es muss etwas passieren.»

Das Problem: Der Kindergarten verfügt weder über einen Keller noch über ein Radiatorensystem, schreibt die «Berner Zeitung». Die Ölöfen stehen deshalb in jenen Räumen, in denen sich auch Lehrer und Kinder aufhalten. Der Kindergarten sei vor 30 Jahren als Provisorium gebaut worden, und das Gebäude sei bis heute stehen geblieben und nie umfassend erneuert worden.

Schwefelarmes Öl soll Situation verbessern

Laut Gemeinderat Thomas Brönnimann (GLP) sind die aktuellen Geruchsemissionen nicht gesundheitsgefährdend. Die Gemeinde reagiert nun auf den Druck des Elternrats: «Ab diesem Herbst setzen wir schwefelärmeres Öl ein», sagt Brönnimann zur «BZ». Der Geruch sei weniger stark, und das Öl sei ökologischer, dafür aber etwas teurer. Im Kindergarten Gurtenbühl habe man durch den Umstieg auf das schwefelarme Öl eine Besserung erzielt.

Eine definitive Lösung soll dann in etwa fünf Jahren folgen: Dann nämlich soll am Standort des Kindergartens Nessleren ein modernes Schulhaus entstehen.

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30 Kommentare
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Feurungskontrolleur

18.10.2020, 18:57

Schlechte verbrennung produziert co nox verbraucht Sauerstoff das hat mit dem Brennstoff nichts zu tun

Vater

17.10.2020, 15:29

wer sagt dass das höher schwefel belastende öl nicht gesundheitsgefährdet sein soll? wenn es um kinder geht solle auf solche ölheizungen im allgemeinen per sofort verzichtet werden müssen. verantwortunglose schuhlbehörde seit ihr!

Lina

17.10.2020, 15:21

Ob die Geruchsemissionen nicht schädlich sind, bezweifle ich. Immer das gleiche Thema. Vermieter wollen sparen auf Kosten der Mieter.