«Ich schäme mich»: Lehrer verknallte sich in 15-Jährige
Aktualisiert

«Ich schäme mich»Lehrer verknallte sich in 15-Jährige

Verbotene Liebschaft ohne Folgen: Ein Gericht in Vevey VD hat einen 40-jährigen Lehrer freigesprochen, der mit einer Schülerin eine Liebschaft unterhalten hat.

von
chu/ame
In einem Klassenzimmer ist die Liebe zwischen einem 40-jährigen Lehrer und seiner 15-jährigen Schülerin entflammt.

In einem Klassenzimmer ist die Liebe zwischen einem 40-jährigen Lehrer und seiner 15-jährigen Schülerin entflammt.

«Ich schäme mich. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich gesehen habe, was ich getan hatte», sagte der 40-jährige Lehrer vor Gericht. Im Dezember 2011 begann er eine Beziehung mit einer 25 Jahre jüngeren Schülerin. Sie schrieben sich zwar tausend E-Mails und SMS, zu verbotenen Handlungen ist es dabei aber nie gekommen. Ans Licht kam die Geschichte, als der liebestolle Lehrer mit Schokolade und einer Flasche Wein bewaffnet bei den Eltern der Minderjährigen auftauchte und ihnen sein Herz ausschüttete. Die Eltern forderten ihn daraufhin auf, die Beziehung zu beenden und informierten die Schulleitung.

Beiden Parteien versprach der Verliebte, sich von der Schülerin fernzuhalten. Doch offenbar waren seine Gefühle für die Minderjährige zu stark: Da er sein Versprechen nicht hielt, reichten die Eltern Strafanzeige ein. Der 40-Jährige wurde wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht zu 90 Tagessätzen bedingt verurteilt. Zudem wurde ihm von seinem Arbeitgeber gekündigt.

Im Berufungsverfahren freigesprochen

Dieses Urteil akzeptierte er nicht: Am Dienstag fand in Vevey das Berufungsverfahren statt, das mit einem Freispruch für den Lehrer endete. Nur die Verfahrenskosten von 7000 Franken muss der Pädagoge selber bezahlen. Das Gericht attestierte ihm zum Tatzeitpunkt nur bedingte Schuldfähigkeit. Ausserdem trage die Schülerin keine psychischen Folgen aus dem Vorfall davon.

Der Lehrer selbst sagte vor Gericht, er habe Probleme mit Geld und der Psyche gehabt, als er die Schülerin kennenlernte. Zudem sei sein Vater im Sterben gelegen und er habe zu viel gearbeitet. Die Kündigung der Schule hat er inzwischen angefochten.

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