Luzerner Kriminalgericht: Lehrer war Sprayer und Kinderporno-Konsument
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Luzerner KriminalgerichtLehrer war Sprayer und Kinderporno-Konsument

Ein Primarlehrer ist vom Kriminalgericht mit 15 Monaten bedingt und einer Geldstrafe bestraft worden. Er versprayte mehrfach Züge und Gebäude und sammelte Kinderpornos.

von
emi
Laut dem am Montag publizierten Urteil ist der Primarlehrer der mehrfachen Sachbeschädigung und Pornografie sowie der Hinderung einer Amtshandlung für schuldig gesprochen worden.

Laut dem am Montag publizierten Urteil ist der Primarlehrer der mehrfachen Sachbeschädigung und Pornografie sowie der Hinderung einer Amtshandlung für schuldig gesprochen worden.

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Der 31-jährige Pädagoge wurde wegen mehrfachen Sprayereien an Zügen, Umfriedungen und Gebäuden überführt. Laut der Staatsanwaltschaft hortete der Primarlehrer zudem zuhause und an seinem Arbeitsplatz Kinderpornos und verbreitete diese auch weiter. Dafür wurde er nun mit 15 Monaten Haft auf Bewährung sowie einer bedingten Geldstrafe von 600 Franken bestraft.

Laut dem am Montag publizierten Urteil wurde der Mann der mehrfachen Sachbeschädigung und Pornografie sowie der Hinderung einer Amtshandlung für schuldig gesprochen. Nun muss er tief in die Tasche greifen: «Der Beschuldigte hat dem Kriminalgericht insgesamt 25'227.50 Franken Verfahrenskosten zu bezahlen», heisst es im Urteil weiter. Ausserdem muss der 31-Jährige noch Zivilforderungen der SBB und der Bahnproduktion Security in der Höhe von über 7700 Franken erfüllen.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verurteilte kann beim Kriminalgericht innert zehn Tagen schriftlich oder mündlich eine Beschwerde einreichen. Wird innert dieser Frist keine Berufung angemeldet, so wird dieses Urteilsdispositiv rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 32 Monaten verlangt. Sie beschuldigte den Sprayer, zwischen Dezember 2009 und November 2011 insgesamt 45 Taten mit einer Schadenssumme von rund 150'000 Franken allein oder mit Komplizen begangen zu haben.

Verbotene Kinderpornos und Fotos

Bei seiner Festnahme im November 2011 war der Mann zunächst geflüchtet, er konnte aber mit Hilfe eines Polizeihundes aufgespürt und geschnappt werden.

Bei mehreren Sprayer-Fällen wurde er vom Kriminalgericht freigesprochen. Teilweise war er geständig, bei mehreren ihm vorgeworfenen Sprayereien bestritt er jedoch eine Beteiligung.

Bezüglich der Anklage des Sammelns und der Weiterverbreitung von pornografischem Material wurde das Verfahren teils aufgrund von Verjährung eingestellt. Auf Festplatten des Primarlehrers waren knapp 1000 Bilder und 33 Filme mit verbotenem Inhalt sichergestellt worden.

(emi/sda)

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