In der Primarschule: Lehrer wollen nur noch eine Fremdsprache
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In der PrimarschuleLehrer wollen nur noch eine Fremdsprache

Zwei obligatorische Fremdsprachen in der Primarschule sind für die Schweizer Lehrer zu viel. Sie wollen nur noch eine. Dies fordern sie in ihrer Eingabe zum Lehrplan 21.

von
bat
Die Schweizer Lehrerverbände wollen nur noch eine obligatorische Fremdsprache an der Primarschule. Kritisch äussern sich die Lehrer auch zum Umfang des Lehrplans 21. Es seien einfach zuviele Ziele festgehalten.

Die Schweizer Lehrerverbände wollen nur noch eine obligatorische Fremdsprache an der Primarschule. Kritisch äussern sich die Lehrer auch zum Umfang des Lehrplans 21. Es seien einfach zuviele Ziele festgehalten.

Die Schweizer Lehrerverbände wollen nur noch eine obligatorische Fremdsprache an der Primarschule. Diese Forderung stellen sie in ihrer Eingabe zum Lehrplan 21, die nächste Woche veröffentlicht wird, wie der Präsident des Schweizer Lehrerverbands LCH, Beat Zemp, gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigt.

Damit verschärft der LCH seine Haltung in der Sprachenfrage. Er reagiert auf die Entwicklung in mehreren Schweizer Kantonen, in denen das Frühfranzösisch mit Initiativen oder parlamentarischen Vorstössen bekämpft wird. Zemp schliesst auch eine nationale Volksinitiative nicht aus, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Lehrplan 21: Zu viele Kompetenzen

Kritisch äussern sich die Lehrer auch zum Umfang des Lehrplans 21. Dieser listet mehrere tausend Kompetenzen auf, welche die Kinder und Jugendlichen erwerben müssen. «Es sind zu viele und zu anspruchsvolle Ziele», sagt Zemp. «Der Lehrplan muss entschlackt werden, sonst verkommt er zum Papiertiger.» Christian Amsler, der Schaffhauser Erziehungsdirektor und Präsident der D-EDK, ist offen für diese zweite Forderung: «Sollte sich tatsächlich zeigen, dass der Lehrplan überladen ist, müssen wir noch einmal über die Bücher.»

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