Marisa Fotieo – Lehrerin auf Flug in die Schweiz testet positiv auf Toilette und sperrt sich ein
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Marisa FotieoLehrerin auf Flug in die Schweiz testet positiv auf Toilette und sperrt sich ein

Marisa Fotieo plante mit ihrem Vater und ihrem Bruder eine Reise in die Schweiz. Weil ein Schnelltest, den sie im Flieger machte, positiv ausfiel, isolierte sie sich während des Fluges selbst. In der Bordtoilette.

von
Angela Rosser

Darum gehts

  • Die Europareise zu Weihnachten nahm für Marisa Fotieo ein abruptes Ende.

  • Wegen eines positiven Schnelltests verbrachte die Lehrerin vier Stunden in der Flugzeugtoilette.

  • Während der zehntätigen Quarantäne in Reykjavik erhielt sie sogar einen Weihnachtsbaum von der Flugbegleiterin zugeschickt.

Im Flugzeug ist Beinfreiheit ja ohnehin schon Luxus, für Marisa Fotieo wurde die geplante Reise aber noch deutlich unbequemer. Mit ihrem Vater und ihrem Bruder stieg die Lehrerin aus Chicago am 20. Dezember in ein Flugzeug, dass sie nach Reykjavik in Island bringen sollte, von wo aus sie weiter in die Schweiz reisen wollten.

Der Flug von New Jersey nach Island dauert rund fünf Stunden. Bereits eine Stunde nach Abflug spürte Fotieo Schmerzen im Hals, wie «13 On Your Side» schreibt. Mit einem Covid-Schnelltest, von denen sie glücklicherweise mehrere eingepackt hatte, machte sie sich auf in Richtung Bordtoilette. Schon nach wenigen Sekunden hatte Fotieo das Ergebnis. Der Test war positiv. «Ich flippte aus und rannte aus der Bordtoilette und ging zur ersten Person, die ich finden konnte», beschreibt Fotieo, was dann geschah.

Die Flugbegleiterin «Rocky»

Zu ihrem Glück rannte sie quasi in die Flugbegleiterin «Rocky», die ruhig geblieben sei und sie bat, in der Bordtoilette zu warten, während sie überlege, was sie tun sollte. «Ich konnte etwas über die Gegensprechanlage hören, irgendwas mit einem positiven Test bei einem Passagier und dass alle so oft als möglich die Masken aufbehalten sollen», beschreibt Fotieo die Situation. Rocky sollte auch später noch eine wichtige Rolle für die Lehrerin aus den USA spielen.

Ein bis auf den letzten Platz ausgebuchtes Flugzeug und eine mit Corona infizierte Person an Bord ist wahrlich keine gute Kombination. Fotieo entschied, weil es ja keinen freien Platz mehr gab, dass sie für den Rest des Fluges in der Bordtoilette bleiben werde. «Ich kann nicht glauben, dass ich vier Stunden in dieser Bordtoilette verbracht habe, aber du musst tun, was du tun musst», sagte Fotieo. Die ungewöhnlichen Umstände ihrer fliegenden Quarantäne hielt sie in einem Tiktok-Video fest, das mittlerweile über vier Millionen Mal angeklickt wurde.

Einsame Weihnachten

Und dann? Nach der Landung in Reykjavik wurde Fotieo in ein Hotel des Roten Kreuzes gebracht, in dem sie für zehn Tage bleiben musste. Ihr Vater und ihr Bruder konnten die Weiterreise in die Schweiz antreten. Weihnachten sollte Fotieo also alleine in Island in einem Hotel unter Quarantäne verbringen. Nicht so prickelnd. «Ich kann mit Zuversicht sagen, dass ich wahrscheinlich zehn Tage am Stück geweint hätte, wenn Rocky nicht gewesen wäre», sagt Fotieo.

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Vier Stunden in der Bordtoilette. Das hielt Marisa Fotiedo auf Video fest. Auf Tiktok wurde das Video bereits über vier Millionen Mal angeklickt.

Vier Stunden in der Bordtoilette. Das hielt Marisa Fotiedo auf Video fest. Auf Tiktok wurde das Video bereits über vier Millionen Mal angeklickt.

Marisa Fotieo
Nach der Landung hiess es für sie ab ins Quarantäne-Hotel.

Nach der Landung hiess es für sie ab ins Quarantäne-Hotel.

Marisa Fotieo
Es schienen einsame Feiertage zu werden … 

Es schienen einsame Feiertage zu werden …

Marisa Fotieo

Auf Tiktok teilt sie fleissig weiter Videos und lässt ihre Follower und Followerinnen wissen, dass die Flugbegleiterin Rocky ihr nicht nur ein spezielles Abendessen zu Weihnachten und Geschenke geschickt hat, sondern auch einen persönlichen Brief und einen kleinen Weihnachtsbaum mit Lichtern.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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