Missen Kandidatin: «Lehrerin kann ich ja bis 65 sein»
Aktualisiert

Missen Kandidatin«Lehrerin kann ich ja bis 65 sein»

Es gibt 18 Miss-Schweiz-Kandidatinnen; Sara Wicki ist eine davon und kommt aus Sursee. Ihre Schüler möchten nicht, dass sie gewinnt, damit sie ihnen erhalten bleibt.

von
Urs Häfliger

«Eine Schülerin fragte, ob ich sie nicht mehr unterrichten würde, falls ich gewinne. Als ich ja sagte, antwortete sie, dass sie nicht für mich stimmen würde. Ich solle sie weiter unterrichten», erzählt Miss-Schweiz-Kandidatin Sara Wicki.

Die 23-jährige Lehrerin zügelte im Herbst vom elterlichen Wauwil in eine 4,5-Zimmer WG in Sursee. Wie sie erzählt, macht sie es sich dort am liebsten im Schlabberlook mit ihren Mitbewohnerinnen Aline Tolusso und Simone Straub gemütlich: «Wenn wir Zeit finden, kochen wir, quatschen oder schauen TV.» Sie wollte noch nicht mit ihrem Freund zusammenziehen, dafür bliebe noch genug Zeit, erklärt sie ihre jetzige Wohnsituation.

Die Idee, als Miss Schweiz zu kandidieren, kam ihr eher spontan. Sie erzählte, dass sie als Miss Zentralschweiz 2011 eine Einladung ans Casting erhielt. Sollte sie gewinnen, würde sie den Lehrerinnenjob an den Nagel hängen. Die Chance teilzunehmen, sei einmalig, sagt sie, und ergänzt: «Lehrerin kann ich ja bis 65 sein.»

Falls sie nun tatsächlich gewinnen sollte, würde sie ein Teil des Preisgeldes in ein Jugendprojekt investieren. Welches, ist unklar, nicht jedes komme in Frage: «Es muss das Richtige sein.» Falls sie nicht gewinnt, kann sie sich vorstellen, ein wenig zu reisen: «Ich würde gerne einmal nach Indien.»

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