Sekundarschule Pratteln: Lehrerin wegen Sex mit Schüler (17) angezeigt
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Sekundarschule PrattelnLehrerin wegen Sex mit Schüler (17) angezeigt

Eine Seklehrerin aus Pratteln soll mit einem Schüler (17) Sex gehabt haben. Trotz Anzeige darf sie weiter unterrichten. Gerüchte zu ihrem Verhalten kursierten schon länger.

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lüs/da/lha
Im Schulhaus Erlimatt in Pratteln BL unterrichtet die Lehrerin, die mit einem Schüler Sex gehabt haben soll.

Im Schulhaus Erlimatt in Pratteln BL unterrichtet die Lehrerin, die mit einem Schüler Sex gehabt haben soll.

Dass die etwa 50 Jahre alte Lehrerin und einer ihrer Schüler eine intime Beziehung führten wurde an der Sekundarschule Erlimatt in Pratteln BL schon vor den letzten Sommerferien herumgeboten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Schulleitung reagierte aber erst im Verlauf der letzten Woche und zeigte die Frau wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit einem ihr anvertrauten Schüler an, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte.

Die kursierende Geschichte habe sich erst vor drei Wochen erhärtet, so Schulrektor Daniel Hänggi. Eine Schülerin hatte die Schulleitung mit Fakten konfrontiert. Genauere Angaben will Hänggi aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht machen. «Das ist eine delikate Angelegenheit», sagt er auf Anfrage von 20 Minuten.

Als er vom Fall erfuhr, habe er sofort die Bildungsdirektion des Kantons informiert. Auch die Anzeige sei in Absprache erfolgt. Bei pädagogischen Abhängigkeiten gilt gemäss Gesetz das Schutzalter 18. Wer die Abhängigkeit ausnützt, kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden.

«Es gilt die Unschuldsvermutung»

Nach einer Abwesenheit unterrichtet die beschuldigte Lehrerin seit dem letzten Freitag wieder. Hänggi begründet dies damit, dass für die Frau die Unschuldsvermutung gelte und die Unterrichtsqualität gewährleistet sei. Laut dem Zeitungsbericht sträuben sich einzelne Klassen aber, sich weiter von der Lehrerin unterrichten zu lassen.

Vorerst gilt offenbar allgemeines Redeverbot. So wissen die Schüler über den Vorfall Bescheid, wollen aber nicht darüber sprechen: «Das geht niemanden etwas an. Das ist Privatsache», so einer der Schüler der Sekundarschule Erlimatt. Es ist anzunehmen, dass sie von ihrer Schule instruiert wurden, zu schweigen, bis der Fall geklärt ist. Einige Klassen wurden laut Rektor Hänggi informiert. Eine Kontaktsperre wurde auch dem Lehrpersonal verhängt.

Gerüchte machen schon länger die Runde

Laut einem ehemaligen Schüler soll es nicht das erste Mal sein, dass die Lehrerin einem Schüler zu nahe kam – entsprechende Gerüchte über die Lehrerin kursierten schon früher. «Ich habe schon öfters gehört, dass sie mit Schülern Sex gehabt haben soll», so der Ex-Schüler gegenüber 20 Minuten. Die Frau habe sich stets jünger gegeben als sie sei, erzählt er.

Die Lehrerin wollte gegenüber der Zeitung keine Stellung nehmen. Der ehemalige Schüler, der mit ihr eine sexuelle Beziehung gehabt haben soll, hat mittlerweile seinen 18. Geburtstag gefeiert und seine Schulzeit beendet.

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