Aktualisiert 25.04.2019 12:16

SponsoredLehrerinnen und Lehrer brauchen Unterstützung

Was stresst Lehrpersonen an Schweizer Schulen und wie können Eltern sie besser unterstützen? So sieht der Wunschzettel aus.

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Morgenstund: Gerne begrüssen wir Ihre Kinder morgens pünktlich und ausgeschlafen zum Unterricht. Genügend Schlaf ist wichtig!

Morgenstund: Gerne begrüssen wir Ihre Kinder morgens pünktlich und ausgeschlafen zum Unterricht. Genügend Schlaf ist wichtig!

Daniela Huber
Elternkontakte I: Dass Sie Interesse am Erfolg Ihres Kindes haben, ist wichtig. Doch man sollte sich eingestehen können: Nicht in jedem Kind steckt ein Genie!

Elternkontakte I: Dass Sie Interesse am Erfolg Ihres Kindes haben, ist wichtig. Doch man sollte sich eingestehen können: Nicht in jedem Kind steckt ein Genie!

Daniela Huber
Elternkontakte II: Elterngespräche sind aber wichtig, damit Sie wissen, was in der Schule und mit Ihrem Kind läuft – oder eben vielleicht nicht so gut läuft.

Elternkontakte II: Elterngespräche sind aber wichtig, damit Sie wissen, was in der Schule und mit Ihrem Kind läuft – oder eben vielleicht nicht so gut läuft.

Daniela Huber

Schwierige Schüler, Zeitdruck, viele Schulreformen und nicht zuletzt sehr anspruchsvolle oder auch komplett desinteressierte Eltern bringen Lehrerinnen und Lehrer ans Limit. 600 Lehrerinnen und Lehrer des 5. bis 9. Schuljahres aus allen drei Sprachregionen der Schweiz haben an einer repräsentativen Umfrage teilgenommen. Fazit: Jede fünfte Lehrperson fühlt sich ständig überfordert.

Rund jede dritte Lehrperson leidet mindestens einmal pro Monat unter depressiven Beschwerden, ebenso viele sind Burn-out-gefährdet. Dennoch geben 9 von 10 Lehrkräften an, Freude am Lehrberuf zu haben. Zu einem besseren Schulklima können auch die Eltern beitragen. Denn bei allen Differenzen – grundsätzlich verfolgen Eltern wie Lehrpersonen das gleiche Ziel: Die Förderung der individuellen Entwicklung des Kindes steht an erster Stelle. Und so könnte ein Wunschzettel von Lehrerinnen und Lehrern an die Eltern ihrer Schülerschaft aussehen:

1. Morgenstund

Gerne begrüssen wir Ihre Kinder morgens pünktlich, angemessen gekleidet und vor allem ausgeschlafen zum Unterricht. Kinder, die die halbe Nacht Netflix-Filme schauen oder sich womöglich draussen rumtreiben, sind morgens müde und kein bisschen leistungsfähig. Bitte sorgen Sie deshalb dafür, dass die Kinder, egal welchen Alters, genügend Schlaf bekommen.

2. Elternkontakte I

Dass Sie als Eltern Interesse am Schulerfolg Ihres Kindes haben, ist wichtig. Und dass Sie nur das Beste wollen, ist verständlich. Aber man kann es auch übertreiben. Wenn Sie ständig mit der Schulbehörde oder dem Anwalt drohen, sich in den Unterricht einmischen und jede Prüfung neu beurteilt haben wollen, nervt das und kostet jede Menge Zeit. Und nicht zuletzt sollten Sie als Eltern auch mal ehrlich sein: Nicht in jedem Kind steckt ein Genie!

3. Elternkontakte II

Leider gibt es auch den umgekehrten Fall: Eltern, die sich überhaupt nicht für ihr Kind und dessen Schulerfolg interessieren. Elternabende oder Elterngespräche sind aber wichtig, damit Sie wissen, was in der Schule und mit Ihrem Kind läuft – oder eben vielleicht nicht so gut läuft. Eine gute Gesprächskultur zwischen Eltern und Schule trägt auch zum Schulerfolg bei.

4. Hausaufgaben

Etwas Unterstützung und Ermunterung bei den Hausaufgaben ist sicher hilfreich, aber dass Sie die Aufgaben gleich selber übernehmen, bringt Ihr Kind nicht weiter. Falls dieses mit den Hausaufgaben überfordert ist, suchen Sie doch bitte das Gespräch mit uns Lehrpersonen.

5. Prüfungen

Prüfungen sind für die meisten Kinder mit Stress verbunden – und daran sind Sie nicht unschuldig. Der enorme Erwartungsdruck trägt nicht dazu bei, dass optimale Leistungen erbracht werden können. Also, liebe Eltern, schalten Sie doch bitte einen Gang zurück. Und loben Sie Ihr Kind, wenn es gut abgeschnitten hat. Wenn nicht, hilft Aufmunterung sicher mehr als Tadel oder gar Strafe.

6. Benimm

Für Anstand und Benimm sind Sie als Eltern zuständig. Wörter wie «Bitte», «Danke» und «Entschuldigung» sollten für alle Kinder eine Selbstverständlichkeit sein und nicht erst eingefordert werden müssen. Das gilt auch für Ehrlichkeit, Respekt der Lehrperson und den anderen Kindern gegenüber, Fairness und Mitgefühl. Und dass man während des Unterrichts nicht in der Nase bohrt oder seinen Abfall einfach auf den Boden schmeisst, versteht sich von selbst.

7. Wertschätzung

Wir Lehrer sind pädagogische Fachkräfte und Sie als Eltern dürfen darauf vertrauen, dass wir unser Bestes geben. Schön wäre es, wenn unser Einsatz von Ihnen wertgeschätzt würde. Schliesslich liegt es auch im Interesse Ihres Kindes, dass wir nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten.

#TeamHealthChallenge19

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderung Schweiz erstellt.

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