Aarau: Lehrerverband lanciert Volksinitiative
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AarauLehrerverband lanciert Volksinitiative

Im Kanton Aargau sollen nur Lehrpersonen an den Schulen unterrichten, die eine fach- und stufengerechte Ausbildung absolviert haben. Dies fordert der Aargauische Lehrerinnen- und Lehrerverband (alv) und lanciert eine Volksinitiative.

Die Initiative «für eine Schule MIT Lehrpersonen» fordert die korrekte Umsetzung der im Gesetz über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) festgehaltenen Personalpolitik, wie dem am Montag veröffentlichten Amtsblatt des Kantons Aargau zu entnehmen ist.

Dies bedeute, dass der Kanton Aargau nur Lehrpersonen einstellen dürfe, die eine fach- und stufengerechte Ausbildung absolviert haben, wie Kathrin Nadler, Pädagogische Sekretärin des alv und SP- Grossrätin, am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Im Aargau unterrichteten zahlreiche Lehrpersonen, denen entweder eine pädagogische gänzlich oder zumindest eine stufengerechte Ausbildung fehle, hielt Nadler fest. Dies sei in erster Linie auf den Mangel an Lehrpersonen zurückzuführen.

«Lehrermangel zu wenig ernst genommen»

Man habe die Volksinitiative lanciert, da sich die Situation in den kommenden Jahren dramatisieren und das Problem von der Regierung «zu wenig ernst genommen» werde, begründete Nadler den Entscheid.

Der alv will den Kanton zudem dazu verpflichten, jährlich einen Bericht über die Stellenbesetzung zu verfassen und allenfalls nötige Massnahmen einzuleiten.

Hinter der Volksinitiative steht laut Nadler ausschliesslich der alv und keine politischen Parteien. Der alv muss nun innerhalb eines Jahres die im Aargau für eine Volksinitiative notwendigen 3000 Unterschriften von Stimmberechtigten sammeln. Die Sammelfrist läuft demnach am 19. April 2011 ab. (sda)

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