Ärger mit SBB: Lehrling kann Billett nicht entwerten - 100 Fr.
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Ärger mit SBBLehrling kann Billett nicht entwerten - 100 Fr.

Ein Berufsschüler aus dem Kanton Zürich kann seine SBB-Mehrfahrtenkarte nicht entwerten und soll deshalb 100 Franken zahlen. Das ist kein Einzelfall.

von
som
Ein Lehrling konnte im Mai seine Mehrfahrtenkarte nicht entwerten, laut SBB sind die technischen Probleme aber seit März behoben.

Ein Lehrling konnte im Mai seine Mehrfahrtenkarte nicht entwerten, laut SBB sind die technischen Probleme aber seit März behoben.

Ein Lehrling fuhr im letzten Mai mit dem Zug von Nänikon-Greifensee nach Winterthur. Seine Mehrfahrtenkarte konnte er aber im Automaten nicht entwerten. Deshalb schrieb er von Hand Ort, Datum und Zeit auf das Billett. Den SBB-Kontrolleur beeindruckte dies jedoch nicht. Er brummte dem Berufsschüler einen Zuschlag von 100 Franken auf, weil er ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war.

Das SBB-Inkassocenter bestand lange Zeit auf sein Geld, obwohl der Jugendliche und sein Vater mehrmals intervenierten. Erst nach Recherchen der «Schweizer Eisenbahn-Revue» verzichtete die SBB auf den Zuschlag.

Trotz Fall aus dem Mai sind laut SBB die Probleme seit März behoben

Der Lehrling ist mit seinem Ärger nicht alleine. Schon Anfang Jahr konnten Fahrgäste ihre Mehrfahrtenkarte wegen technischer Probleme nicht entwerten. Zum einen schnitt damals ein neuer Schalterdrucker das Papier nicht an der richtigen Stelle, wie die «Schweizer Eisenbahn-Revue» in ihrer Februar-Ausgabe schrieb. Die Karte wurde dadurch zu lang - die sechste und letzte Fahrt konnten SBB-Fahrgäste nicht entwerten. Andere Karten wiederum waren an einer Stelle zu breit.

Auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» bei der SBB sind die Probleme seit März behoben. Das System funktioniere heute «grundsätzlich» sehr gut. Allerdings kommen beim Beispiel des gebüssten Lehrlings vom letzten Mai Zweifel auf, ob wirklich alles in Ordnung ist.

Hatten Sie in letzter Zeit ebenfalls Probleme, Ihre Mehrfahrtenkarte zu entwerten? Erzählen Sie uns davon auf feedback@20minuten.ch.

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