Aktualisiert 05.06.2019 13:32

Tödliches Seilbahn-Unglück

Lehrling unter den Verletzten am Titlis

Bei Revisionsarbeiten ist es bei der Titlisbahn zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Mehrere Personen wurden verletzt.

von
woz
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Bei Revisionsarbeiten der Titlis Gondelbahn zwischen Engelberg und dem Stand ereignete sich am ein tragischer Arbeitsunfall.

Bei Revisionsarbeiten der Titlis Gondelbahn zwischen Engelberg und dem Stand ereignete sich am ein tragischer Arbeitsunfall.

Keystone/urs Flueeler
Der Unfall ereignete sich bei der Kürzung eines Seils.

Der Unfall ereignete sich bei der Kürzung eines Seils.

20 Minuten
Der Unfall sei beim Kürzen eines Seils passiert.

Der Unfall sei beim Kürzen eines Seils passiert.

Keystone/urs Flueeler

Bei einem Seilbahn-Unfall ist am Mittwochmorgen in Engelberg OW ein Arbeiter getötet worden. Sechs weitere Arbeiter wurden verletzt, als sich bei Revisionsarbeiten eine temporäre Abspannung löste.

Der tödliche Arbeitsunfall habe sich im Rahmen von geplanten Revisionsarbeiten an der Gondelbahn Engelberg - Trübsee auf der Gerschnialp ereignet, teilte die Obwaldner Kantonspolizei mit. Mehrere Arbeiter waren am Förderseil der Gondelbahn am Werk, als sich die temporäre Abspannung im Bereich des Seilspleisses des Förderseils löste, worauf die Arbeiter vom Förder- wie vom Entlastungsseil getroffen wurden.

Aufnahmen der Unfallstelle (Quelle: Keystone-SDA)

Erhebliche Verletzungen

Ein Mitarbeiter der Titlisbahnen wurde so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Es handelt sich dabei um einen langjährigen Mitarbeiter der Titlis-Bahnen Ende 50. Zwei weitere mit den Arbeiten beschäftigte Personen wurden erheblich, eine Person mittelschwer verletzt. Alle drei Verletzten wurden von der Rega in ausserkantonale Spitäler geflogen. Zum Gesundheitszustand dieser Personen können keine weiteren Angaben gemacht werden.

Bei einem der Verletzten handelt es sich um einen Lehrling der Titlis Bahnen AG. Diese bildet zum Beispiel Seilbahn-Mechatroniker aus.

Drei Personen wurden leicht verletzt und konnten vor Ort behandelt werden. Im Einsatz standen Mitarbeitende des Seilbahn- und des Förderseilherstellers sowie Angestellte der Bergbahnen Engelberg-Titlis. Die Titlis-Mitarbeiter, die bei diesen Revisionsarbeiten eingesetzt wurden, haben jedoch keine sicherheitsrelevanten Arbeiten durchgeführt.

Keine Touristen betroffen

Die Gondelbahn ist wegen der Arbeiten für den touristischen Verkehr geschlossen und es befanden sich keine Gondeln am Förderseil. Da sich der Arbeitsunfall im Rahmen von ordentlichen, geplanten Revisionsarbeiten ereignete, war der touristische Verkehr auf den Titlis nicht betroffen. Für die Abklärung der Unfallursache wurde das Forensische Institut Zürich (FOR) beigezogen. Die Untersuchungen führt die Staatsanwaltschaft Obwalden.

Im Einsatz standen fünf Helikopter der Rega, der Pisten- und Rettungsdienst der Titlisbahnen, die Alpine Rettung Schweiz, das Care-Team Nidwalden, das Forensische Institut Zürich FOR, die Suva, die Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei Obwalden.

Die vom Unfall betroffene Achter-Gondelbahn Engelberg-Trübsee («Titlis-Express») wurde 2015 in Betrieb genommen. Sie bewältigt auf einer Länge von 2,7 Kilometern knapp 800 Höhenmeter und kann pro Stunde 2400 Personen transportieren.

(woz/sda)

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