Luzern: Lehrlinge sorgen sich um königliches Wohl
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LuzernLehrlinge sorgen sich um königliches Wohl

Am Freitag beehrt der belgische König Philippe das KV Luzern. Bekocht und bedient wird er zuvor von 20 Lehrlingen im Radisson Blu Hotel.

von
gwa

Im Hotel Radisson Blu bereitet man sich auf den belgischen König vor. (Video: gwa/mme)

Derart hohen Besuch hat man nicht alle Tage: Am Freitag besucht der belgische König Philippe die Stadt Luzern und will sich bei seinem Besuch am KV Luzern über das duale Bildungssystem in der Schweiz informieren.

«Alle Augen sind auf uns gerichtet»

Zuvor stattet der belgische König jedoch dem Radisson Blu Hotel am Luzerner Inseliquai einen Besuch ab: Dort wird er von insgesamt 20 Lehrlingen bedient und bekocht – und holt sich auch dort Infos zu unserem Bildungssystem. Die Lehrlinge stammen aus den Radisson-Blu-Hotelbetrieben in Luzern, Zürich und Basel.

«Für die Schweiz ist ein königlicher Besuch ein grosser Akt. Alle Augen sind auf uns gerichtet, das ist natürlich toll für uns.», sagt Markus Conzelmann, General Manager des Hotels. Wenn der König schon in die Schweiz komme und wenig Zeit habe, dann sei Luzern ideal: «Luzern ist die Schweiz im Kleinformat. Mehr Schweiz gibts fast nicht an einem Ort.»

«Wir geben unser Bestes»

«Die Lernenden übernehmen die Rolle des Hosts, während der König in Luzern weilt», sagt Conzelmann. Philippe werde empfangen, bekocht, bedient – und wird auch für kurze Zeit ein Zimmer beziehen. «Wir werden unseren Job genau gleich gut erledigen wie immer», sagt Evelin Spengler. Die Hotelfachfrau im 3. Lehrjahr ist eine der Lernenden, die sich um das Wohl des Königs sorgen werden. «Etwas nervös sind wohl alle, aber wir geben unser Bestes.» Speziell für die Lernenden: Gesprochen wird Englisch. «Weil das alles in Englisch stattfindet, werden wir all die Abläufe sicher nochmals durchgehen.»

Spengler selbst übernimmt dabei in die Rolle der Gouvernantin. Als solche Hausdame ist sie für Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zuständig. Zudem führt sie in dem Zimmern auch Kontrollgänge durch, damit auch alles perfekt ist.

Die Lehrlinge sorgen jedoch nicht nur für das Wohl des Staatsoberhauptes: «Wir werden dem König auch Fragen zum dualen Bildungssystem beantworten», sagt Conzelmann. Dies übernehmen vier Lehrlinge sowie der Manager selbst bei einem persönlichen Austausch mit König Philippe. «Ich werde ihm etwa erzählen, dass ich hier in Luzern arbeite, pro Semester aber fünf Wochen in Interlaken zur Schule gehe und dort Theorie und Praxis lerne», sagt Spengler.

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