Lehrstellen: Trotz Rekord viel Frust
Aktualisiert

Lehrstellen: Trotz Rekord viel Frust

Die Schweizer
Arbeitgeber haben im
letzten Jahr 79000
Lehrstellen angeboten.
Trotzdem finden immer
mehr Junge nur eine
Übergangslösung.

Mit 79000 Lehrstellen haben die Schweizer Arbeitgeber 2007 so viele Lehrstellen angeboten wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. 76000 davon konnten besetzt werden, 93 Prozent der stellensuchenden Jugendlichen fanden eine Lehrstelle.

Im Schnitt schrieben die Jugendlichen 18 Bewerbungen, wie das aktuelle Lehrstellenbarometer des Bundesamts für Berufsbildung (BBT) besagt. Ohne Lehrstelle blieben 9500 Jugendliche, 500 weniger als 2006. 30 Prozent der Jugendlichen fanden nach eigenen Worten allerdings nur eine Übergangslösung – 2003 waren es erst 21 Prozent.

«Die Jungen haben heute mehr Möglichkeiten und nehmen sie auch wahr», erklärt Hugo Barmettler beim BBT diese Tendenz. Während der Gewerkschaftsbund weitere Lehrstellen fordert, findet Unternehmer Otto Ineichen: «3000 Stellen wurden nicht besetzt. Man sollte die Jungen zum Berufseinstieg motivieren. Der Traumjob kann warten.»

Claude Weill

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