Lehrtochter ertrog 118 000 Franken

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Lehrtochter ertrog 118 000 Franken

Um ihre Handy-Rechnungen bezahlen zu können, steckte sie während ihrer Lehre 118 000 Franken in die eigene Tasche. Nun wurde die 19-Jährige zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt.

Die Verkaufslehrtochter aus Serbien-Montenegro hatte während eines Jahres 616 falsche Buchungen vorgenommen: Sie täuschte jeweils eine Warenrücknahme vor und zahlte sich die stornierten Beträge im Wert von insgesamt 118 000 Franken selbst aus. Die 19-Jährige brauchte das Geld unter anderem, weil sie mit dem Handy mit ihrem Freund im Kosovo telefonierte. Dies verschlang monatlich bis zu 3000 Franken.

Für den Staatsanwalt stand die Schuld der Frau fest: Er forderte 18 Monate Gefängnis. Der Verteidiger hingegen plädierte für einen Freispruch, denn es seien auch falsche Stornos gebucht worden, als sich die Angeklagte im Kosovo aufgehalten habe.

Für das Gericht stand jedoch fest, dass die junge Frau ihren Arbeitgeber betrogen hatte. Es verurteilte die 19-Jährige deshalb zu 15 Monaten Gefängnis bedingt. Zudem muss sie die 118 000 Franken zurückzahlen sowie für die Ge-

richts- und Verfahrenskosten aufkommen.

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