Aktualisiert 28.02.2012 10:13

Mysteriöser Fund

Leiche im Tunnel gibt Rätsel auf

Im Zürcher Milchbucktunnel stiess die Stadtpolizei am Montagabend auf eine Leiche. Der Mann dürfte bei der Kollision mit einem Tram tödlich verletzt worden sein. Wie und warum der Mann in den Tunnel kam, ist unklar.

Die am Montagabend im Zürcher Milchbucktunnel gefundene Leiche gibt weiterhin Rätsel auf. Insbesondere unklar ist, wie und warum der Mann in den Tramtunnel kam, wie die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mitteilte.

Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte sich der Mann die tödlichen Verletzungen bei der Kollision mit einem Tram zugezogen haben, wie es in der Mitteilung heisst. Die männliche Leiche war kurz vor 19 Uhr von einem Mitarbeiter der VBZ im Tramtunnel zwischen Milchbuck und Schwamendingerplatz neben dem Gleis entdeckt worden.

Eine sofort ausgerückte Streifenwagenpatrouille konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei und des Instituts für Rechtsmedizin dürfte der Mann bereits am späten Nachmittag von einem stadtauswärts fahrenden Tram erfasst worden sein.

Tram-Führer meldet Knallgräusch

Kurz nach 16.30 Uhr hatte ein Tram-Wagenführer über Funk ein eigenartiges Knallgeräusch zwischen den Haltestellen Milchbuck und Tierspital, dem späteren Fundort des Toten, gemeldet. Die Mitarbeitenden der VBZ konnten jedoch im dunklen Tunnel vorerst nichts aussergewöhnliches feststellen.

Weil in diesem Bereich zur Zeit gebaut wird, ging man davon aus, dass das Geräusch im Zusammenhang mit der Baustelle entstanden war.

Die Stadtpolizei sucht nun Personen, die beobachtet haben, wie der Mann, entweder beim Tunneleingang Milchbuck oder bei der Haltestelle Tierspital in den Tunnel gelangt ist. Der Mann trug eine schwarze Jacke, eine dunkle Tasche und blaue Hosen.

Über das Alter der getöteten Person machte die Polizei keine Angaben. Der Tote sei «noch nicht definitiv identifiziert», sagte Polizeisprecher Michael Wirz.

(sda)

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