Irgendwo unterwegs: Leichenwagen gestohlen – mit 12 Toten darin
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Irgendwo unterwegsLeichenwagen gestohlen – mit 12 Toten darin

Ein Autodiebstahl beschäftigt die Berliner Polizei: Unbekannte stahlen von einem Firmengelände drei Fahrzeuge. Eines hatte zwölf Leichen geladen. Die Toten sind bislang nirgends aufgetaucht.

von
gux
Auf und davon: Von den Dieben, zwei von drei entwendeten Fahrzeugen und zwölf Leichen fehlt derzeit jede Spur (Symbolbild).

Auf und davon: Von den Dieben, zwei von drei entwendeten Fahrzeugen und zwölf Leichen fehlt derzeit jede Spur (Symbolbild).

Die Polizei im brandenburgischen Hoppegarten geht davon aus, dass die Diebe die drei von einem Firmengelände gestohlenen Fahrzeuge nach Osteuropa verschieben wollten.

Was die Täter dabei nicht wussten: Eines der Fahrzeuge – ein weisser Kleinlaster – wurde als Leichentransporter genutzt, der seine Fracht jeweils in ein Krematorium brachte. Auch am Montag, als dieser Wagen gestohlen wurde, lagen 12 Tote in dessen Frachtraum.

«Die Täter waren vermutlich nicht darauf aus, zwölf Leichen zu stehlen», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber «Spiegel Online». Der Fahrer des Leichentransports habe aber alles richtig gemacht: Er habe an jenem Abend die Särge festgezurrt und dann das Auto abgeschlossen. Vor der Abfahrt sei der Chauffeur noch einmal ins Firmengebäude zurückgekehrt. In dieser Zeit hatten die Diebe zugeschlagen.

Bislang sind die Leichen – acht der Toten stammen gemäss «Tagesspiegel» aus Berlin, vier aus Brandenburg – nirgendwo aufgetaucht. Auch von den Dieben fehlt jede Spur. Immerhin ist mittlerweile eines der drei gestohlenen Fahrzeuge im westpolnischen Posen aufgetaucht. Es hatte aber keine Leichen geladen.

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