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Leichnam im Hochwasser gefunden

Das Hochwasser im Südwesten Englands hat binnen weniger Tage ein weiteres Menschenleben gekostet. Die Behörden warnen wegen neuer Regenfälle vor plötzlich ansteigenden Gewässern.

Die Polizei fand am Samstag in einem überfluteten Feld bei Tewkesbury den Leichnam eines Mannes, wie die britische Inlandsnachrichtenagentur PA berichtete. Es wurde vermutet, dass es sich um einen 19-Jährigen handeln könnte, der seit acht Tagen vermisst wurde. Der junge Mann hatte als Barkeeper gearbeitet und war zuletzt beim Verlassen seines Pubs in der Nacht zum Samstag vor einer Woche gesehen worden.

Der vorerst nicht identifizierte Leichnam wurde unweit der Stelle gefunden, wo am vergangenen Donnerstag ein 64-Jähriger und sein 27-jähriger Sohn beim Versuch ums Leben kamen, Wasser aus einem Rugby-Club zu pumpen. Am Dienstag zuvor war die Leiche eines Mannes aus dem Fluss Great Ouse geborgen worden. Eine junge Frau verlor ihre zu früh geborenen Zwillinge, weil sie wegen des Hochwassers nicht rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden konnten.

Neue Flut-Sorgen

Die Menschen in den englischen Flutgebieten haben sich am Samstag auf weitere heftige Regenfälle und neue Überschwemmungen vorbereitet. Meteorologen sagten für die Nacht auf Sonntag stundenlangen starken Regen voraus.

Es könnte zu weiteren Überschwemmungen kommen. Die Menschen müssten wachsam sein, da Gewässer schnell ansteigen könnten, warnte die Umweltbehörde. Die Polizei rief die Bevölkerung in der Grafschaft Gloucestershire dazu auf, zu Hause zu bleiben, da Strassensperren möglich seien.

Südwest- und Zentralengland hatte vor einer Woche die schlimmste Flut seit 60 Jahren getroffen. 15 000 Häuser seien durch die Wassermassen beschädigt worden, berichtete die BBC unter Berufung auf Versicherer. Der Gesamtschaden könne bis zu fünf Milliarden Pfund (12,3 Mrd. Franken) betragen.

Quelle: AP/SDA

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