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«GNTM»-StaffelstartLeiden, Laufsteg und eine Lesbe

«Germany's Next Topmodel» teilt das Schicksal vieler Castingshows: Das Publikum hat sich sattgesehen und die Quoten sinken in den Keller. Für die achte Staffel lautete nun die Devise: «Closer than ever».

von
mor

Die ProSieben Castingsause «Germany's Next Topmodel» geht ab Donnerstag, dem 28. Februar, in die achte Staffel. Eigentlich ein kleines Wunder, waren die Quoten der letzten Staffeln doch eher enttäuschend.

Der deutsche Privatsender glaubt immer noch an das Format - hat aber einige Änderungen vorgenommen. Neben dem Engagement des neuen Jurymitglieds Enrique Badulescu, eines mexikanischen Fotografen, wurden das Konzept und die Produktionsfirma gewechselt. Gemäss dem «Tagesspiegel» tauschte der Sender die Produktionsstätte Tresor TV gegen die ProSieben-Tochter RedSeven Entertainment aus. So will man mehr Kontrolle über die Show gewinnen.

Mehr Menschlichkeit - Mehr Heidi

Das Konzept trägt neu das Motto «Closer than ever» - es soll in der Modelshow (noch) mehr menscheln. Die Kandidatinnen werden beispielsweise von zuhause oder der Schule von Heidi Klum höchstpersönlich abgeholt. Dies verheisst viel Gekreische und Tränen. In dieser Staffel soll auch zum ersten Mal eine homosexuelle Kandidatin mit dabei sein. Im Jahre 2013 zwar ziemlich unspektakulär, aber es verhalf «GNTM» in den letzten Tagen immerhin zu einigen Schlagzeilen.

Auch Heidi Klum hat inzwischen eingesehen, dass man eine Sendung nicht unter dem Namen «Germany's Next Topmodel by Heidi Klum» verkaufen kann, wenn die Protagonistin nur spärlich oder in Videobotschaften auftaucht. Das deutsche Mannequin wird in der achten Staffel vermehrt zu sehen sein, sagt man zumindest. Die Castingshow und mit ihr Heidi Klum haben inzwischen schon Kultstatus erreicht und es ist noch kein Ende in Sicht - bis es endgültig heisst: «Wir haben heute leider keine Quote für dich.»

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