Europäische Zentralbank: Leitzins bleibt auf Rekordtief von 0,25 Prozent
Aktualisiert

Europäische ZentralbankLeitzins bleibt auf Rekordtief von 0,25 Prozent

Wie von Bankökonomen erwartet, bleibt der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi wird die Entscheidung um 14.30 Uhr erläutern.

EZB-Chef Mario Draghi.

EZB-Chef Mario Draghi.

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihren Leitzins erwartungsgemäss bei rekordtiefen 0,25 Prozent. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mit. Bankökonomen hatten dies erwartet. Im November hatte die EZB die Märkte noch mit einer Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte überrascht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Bereitschaft zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik bekräftigt.

«Wir sind bereit und fähig zu handeln», sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Es stünden verschiedene Instrumente zur Verfügung. Auf der Sitzung der EZB-Spitze habe man auch «kurz und oberflächlich» über die Möglichkeit eines Strafzinses gesprochen. Dies wäre der Fall, wenn die Währungshüter den sogenannten Einlagesatz, den Institute normalerweise bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken, von derzeit 0 Prozent senkten.

EZB lässt Leitzins auf Rekordtief

Faktisch würden damit die Banken für Guthaben bei der EZB Zinsen zahlen müssen, anstatt welche dafür zu erhalten. Ziel eines solchen Schrittes wäre es, die Geschäftsbanken zu drängen mehr Kredite zu vergeben, statt das Geld bei ihr zu bunkern.

Eine weitere Möglichkeit, die Wirtschaft anzukurbeln sind Refinanzierungsgeschäfte, bei der sich Banken für längere Zeit Geld bei der EZB sichern können. Ende 2011/Anfang 2012 hatten sich Banken rund eine Billion Euro bei der Zentralbank für je drei Jahre gesichert. Draghi sagte dazu, die aktuelle Situation sei nicht vergleichbar. Denn - anders als heute - sei die Unsicherheit damals sehr gross gewesen.

(sda)

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