Geldpolitik: Leitzins in der Euro-Zone wird nicht erhöht

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Euro-Zone auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen. Seit Mai 2009 verharrt er auf diesem tiefen Niveau.

Die Notenbank teilte am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mit, dass der Leitzins in der Euro-Zone nicht erhöht wird. Die Währungshüter entsprachen damit den Erwartungen der Experten, die wegen des nach wie vor niedrigen Inflationsrisikos nicht mit einem Anziehen der Zinszügel gerechnet hatten.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wollte sich am Nachmittag (14.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz zu der Entscheidung des Rates äussern. Beobachter erwarteten auch Äusserungen zur vor wenigen Tagen erfolgten Rückzahlung der Rekord-Liquiditätshilfe von 442 Milliarden Euro sowie zum Stresstest für europäische Banken.

Seit Mai 2009 bei 1,00 Prozent

Die Europäischen Währungshüter hatten seit der Verschärfung der Finanzmarktkrise im September 2008 den Leitzins in sieben Schritten auf den historischen Tiefstand gesenkt. Seit Mai 2009 liegt er bei 1,00 Prozent.

Die Bank of England hielt den Leitzins ebenfalls unverändert bei 0,5 Prozent, den 17. Monat in Folge. Auch diese Entscheidung war von den Analysten so erwartet worden. In Grossbritannien überwiege die Angst vor einer neuem Rezession die Sorge um die Geldwertstabilität.

(sda)

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