Aktualisiert 03.11.2014 10:56

Frontalkollision in Seon AGLenker für aggressiven Fahrstil bekannt

Eine schwere Frontalkollision bei Seon AG forderte zwei Tote. Der Unfallverursacher ist für seinen aggressiven Fahrstil bekannt. Ein Bekannter erzählt.

von
ale/vro/som

In der Nacht auf Sonntag überholte Fabrizio M.* bei schlechter Sicht und trotz durchzogener Sicherheitslinie in einer Kurve bei Seon AG zwei Autos. Bevor er sein riskantes Manöver abschliessen konnte, kollidierte er mit einem korrekt entgegenkommenden Audi. Bei dem Unfall starben zwei Menschen, zwei weitere und der Unfallverursacher werden verletzt.

Roman R. (26) kennt den Unfallverursacher Fabrizio M. flüchtig. Der Italiener aus dem Kanton Aargau ist laut dem Fernsehsender Tele M1 wegen seiner aggressiven Fahrweise bekannt. An dem verhängnisvollen Abend hatte er Fabrizio in der Aarauer Altstadt gesehen. «Er war lustig drauf», sagte Roman zu 20 Minuten. Ob er zu viel getrunken habe, könne er nicht sagen. Als Roman gegen ein Uhr nach Hause fahren wollte, war auch Fabrizio mit seinem Auto unterwegs: «Zwischen Schafisheim und Seon wollte er mich überholen – bei den schlechten Sichtverhältnissen ein äusserst gefährliches Manöver.»

Nachbarn entsetzt

Roman liess ihn aber gewähren und verlangsamte sein Tempo: «Ich hatte ein schlechtes Gefühl und wollte nicht, dass er in meiner Nähe fuhr.» Kurze Zeit später kam Roman zum Unfallort: «Mir lief es kalt den Rücken hinunter, als ich sah, dass Fabrizios Auto involviert war.» Roman stieg aus, um zu helfen: «Es waren aber schon andere Helfer vor Ort.»

Die Nachbarn von Fabrizio R. können sich kaum vorstellen, dass «der nette junge Mann» von nebenan so verantwortungslos gehandelt haben soll. Ein Nachbar berichtet, dass Fabrizio M. jedes Wochenende im Garten gearbeitet habe und sie zusammen auch mal ein Bierchen getrunken hätten: «Er war immer freundlich.»

Eine andere Nachbarin ist nicht überrascht. Fabrizios Freundin habe ihr erzählt, dass der 30-Jährige schon öfter den Fahrausweis habe abgeben müssen. «Er hat den Führerschein erst seit zwei Monaten zurück», sagt sie zu 20 Minuten. Die Aargauer Kantonspolizei kann die Angaben noch nicht bestätigen.

Ab 18 Uhr berichtet Tele M1 in der Sendung «Aktuell» über den Unfall.

*Name geändert

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.