Aktualisiert

André ReithebuchLernbefehl: Mister muss in Schreibkurs

Die Mister-Schweiz-Organisation spricht ein Machtwort: André Reithebuch liest ab sofort Bücher und besucht bald einen Kurs für Illettristen.

von
Yvonne Zurbrügg

Letzte Woche gestand André Reithebuch (22) eine Lese- und Schreibschwäche. «Handicapiert fühle ich mich nicht», erklärte der Mister Schweiz gegenüber 20 Minuten – Illettrist zu sein, sei ihm «egal». Dafür hat der Glarner nun eine Rüge von der Mister-Schweiz-Organisation kassiert. «Ich ­habe André erklärt, dass er ein schlechtes Vorbild ist, wenn er behauptet, gut lesen und schreiben zu können sei ihm nicht wichtig», sagt Geschäftsführer Urs Brülisauer – Reithebuch habe dies eingeleuchtet.

Nächste Woche spricht Reithebuch beim Verein Lesen und Schreiben vor. Er soll dort nicht mehr nur Botschafter, sondern auch Schüler werden. Brülisauer erklärt: «Wir suchen einen Kurs, den André zwischen den Terminen regelmässig besuchen kann.» Bis Kurs­beginn büffelt Reithebuch im Alleingang: «Von nun an lese ich unterwegs Bücher.» Trotz der Schlagzeilen nach Reithebuchs Geständnis sind laut Brülisauer keine Auftraggeber abgesprungen. Unfreiwillig komisch war gestern übrigens das Communiqué der Mister-Schweiz-Organisation: Man solle Illettrismus nicht länger mit «Analphabetisumus» verwechseln, hiess es.

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