Aktualisiert 02.10.2017 12:24

Taubenlochschlucht

Leser entdeckt Hinterteil des Dachs-Kadavers

Am vergangenen Wochenende war in der Taubenlochschlucht ein halber Dachs-Kadaver entdeckt worden. Nun hat ein Leser die andere Hälfte gefunden.

von
sul
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Fast an genau derselben Stelle fand Leser-Reporter Andreas das Hinterteil des Kadavers.

Fast an genau derselben Stelle fand Leser-Reporter Andreas das Hinterteil des Kadavers.

Leser-Reporter/Andreas77
Aufgrund der morphologischen Eigenschaften geht das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (Fiwi) davon aus, dass es sich um den Dachs handelt, dessen Vorderteil letztes Wochenende gefunden wurde.

Aufgrund der morphologischen Eigenschaften geht das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (Fiwi) davon aus, dass es sich um den Dachs handelt, dessen Vorderteil letztes Wochenende gefunden wurde.

Leser-Reporter/Andreas77
Dieses Bild der Leser-Reporterin Cagla Dogna liess die 20-Minuten-Community rätseln.

Dieses Bild der Leser-Reporterin Cagla Dogna liess die 20-Minuten-Community rätseln.

Leser-Reporter

Es war Anfang Woche das grosse Gesprächsthema in der 20-Minuten-Community: Tausende Leser diskutierten über die seltsame Kreatur, die letztes Wochenende in der Bieler Taubenlochschlucht entdeckt worden war. 20 Minuten barg schliesslich den Kadaver und liess ihn vom Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (Fiwi) der Universität Bern untersuchen. Der Befund von Tiermediziner Francesco Origgi: Es handelt sich um einen Dachs.

Allerdings waren vom Tier nur noch Kopf, Vorderbeine und Wirbelsäule vorhanden. Rund drei Viertel seines Körpers fehlten – inklusive der Innereien. Darum konnte Origgi die Todesursache nicht genau bestimmen. Denkbar sei etwa eine Krankheit, aber auch, dass der Dachs einem Raubtier zum Opfer gefallen sei, meinte der Experte.

Tiermediziner geht vom selben Tier aus

Jetzt wurde höchstwahrscheinlich auch der Rest des Kadavers gefunden. Leser-Reporter Andreas (39) entdeckte ihn auf seinem Spaziergang durch die Schlucht. «Das war kein schöner Anblick direkt nach dem Zmorge», sagt er zu 20 Minuten. Das abgefressene Hinterteil des Dachses befand sich praktisch am selben Ort wie sein Vorderteil, nur diesmal mitten auf dem Waldweg. Lange habe es dort noch nicht gelegen, vermutet Andreas. «Es ist wahrscheinlich erst kürzlich vom darüberliegenden Felsvorsprung heruntergefallen. Ansonsten wäre es sicher früher jemandem aufgefallen.»

20 Minuten legte die Leser-Fotos erneut Veterinär Origgi vor. «Die Fellfarbe, der Körperbau und die Krallen weisen darauf hin, dass es sich um einen weiteren Teil des bereits untersuchten Dachs handeln könnte», sagt er auf Anfrage. Auch die Nähe zum ersten Fund sei ein starkes Indiz dafür. Origgi schränkt aber ein: «Für eine genaue Feststellung müssten wir Vorder- und Hinterteil des Tieres am Institut miteinander vergleichen können.»

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