Letzte Hexe kann rehabilitiert werden
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Letzte Hexe kann rehabilitiert werden

Am 13. Juni 1782 wurde die «letzte Hexe» der Schweiz, Anna Göldi, in Glarus hingerichtet. Heute, 225 Jahre später, hat der Glarner Landrat eine Motion überwiesen, die eine Rehabilitation Göldis möglich macht.

Der Glarner Landrat hat heute mit 37 zu 29 Stimmen eine Motion an den Regierungsrat überwiesen, die den Weg frei macht für die offizielle Rehabilitierung von Anna Göldi. Die junge Frau wurde am 13. Juni 1782 nach einem bereits damals höchst umstrittenen Prozess in Glarus geköpft. Sie war europaweit die letzte Frau, die als Hexe hingerichtet wurde.

Noch Anfang September hatte der Glarner Regierungsrat dem Landrat beantragt, die Motion zur Rehabilitierung Göldis abzulehnen. Dagegen schlug er vor, eine wissenschaftliche Arbeit über den Fall erstellen zu lassen. Einig war man sich bereits damals, dass Anna Göldi zu Unrecht geköpft wurde. Trotzdem lehnte es die Regierung ab, die Frau mit einem formellen Beschluss zu rehabilitieren.

Zum diesjährigen 225-Jahr-Jubiläum der Hinrichtung Anna Göldis wurde in Glarus eine Stiftung gegründet. Am 22. September ist zudem in Mollis GL ein Anna-Göldi-Museum eröffnet worden. Das Verfahren gegen Anna Göldi gilt als letzter Hexenprozess Europas.

SDA, tif

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