Aktualisiert 01.04.2010 06:19

Wetter an OsternLetzte Rettung: Das Rheintal

Für einmal lohnt sich an Ostern der Ausflug in den Süden nicht: Im Tessin und in der Westschweiz regnet es Bindfäden. Die Devise lautet: Zuhause bleiben – oder ab ins Rheintal.

von
amc

Bereits das Wetter heute Morgen lässt eine dumpfe Ahnung aufsteigen: Das wird wohl nichts mit vier sonnigen Freitagen über Ostern. In der Tat, das Wetter am Osterwochenende ist durchzogen. Von Süden nach Norden und von Osten nach Westen dominiert wechselhaftes Wetter. Zwar beginnt das Osterwochenende in der Deutschschweiz recht sonnig, doch handelt es sich dabei nur um ein Zwischenhoch. Bereits am Freitagabend verabschiedet sich die Sonne – und lässt sich erst am Dienstag wieder für längere Zeit blicken.

Wer dem trüben Nass der Deutschschweiz entfliehen will, dürfte auch im Tessin nicht glücklich werden. Ist der übliche Stau vor dem Gotthard erst überstanden, beginnt das Unheil erst richtig: Laut den Wetterfrösche von MeteoNews wird es Bindfäden regnen. «Vor allem am Samstag und Sonntag kann es ziemlich heftig giessen», sagt Ivo Sonderegger. Die Sonne verwöhnt Tessin-Besucher frühestens am Montag auf der Heimreise. «Pünktlich zum Stau vor dem Gotthard kann man dann die Sonne geniessen», sagt Sonderegger verschmitzt. Vollkommen verregnet wird über Ostern die Westschweiz, dort lacht die Sonne höchstens über die tristen Mienen der Romands.

«Wir haben Platz für alle»

Wer trotz dem üblichen Verkehrschaos an Ostern auf Achse sein will, der sollte sich in die Ostschweiz begeben. Das Rheintal darf sich zumindest zwei Tage lang über «recht sonniges Wetter» freuen, wie es bei MeteoNews heisst. Während der Karfreitag durchgehend freundlich bleibt bei 12 Grad, ist am Samstag aber auch dort mit Niederschlägen zu rechnen. «Dank des Föhns bleibt es aber wohl bis zum Abend trocken», so die Prognose von Sonderegger. Der ewige Föhn im Rheintal hat also auch seinen Vorteil. Doch was tut man im «recht sonnigen» Rheintal?

«Wandern, Velo fahren und sich verwöhnen lassen», sagt der Altstätter Gemeindeschreiber Robert Haller. In Altstätten locke das nahe Naturschutzgebiet Bannriet. «Die Natur bricht zu dieser Jahreszeit so richtig aus», verspricht Haller. Spaziergänge seien in Altstätten gerade zu dieser Jahreszeit richtig «in». Über einen Ansturm der Schönwetter-Touristen macht sich Haller keine Sorgen: «Wir haben Platz für alle.» Wem die Touren über Stock und Stein zu anstrengend sind, könne aber auch die Altstadt besuchen. «In einem schönen Gartencafé sitzen und sich verwöhnen lassen – was will man mehr?»

Doch nicht nur Altstätten lockt mit naturverbundener Entspannung, auch Berneck bietet zahlreiche Wanderwege. «Die sind nicht nur mit dem Velo befahrbar, sondern auch mit dem Kinderwagen», macht Gemeindeschreiber René Schelling sein Zuhause schmackhaft. Geschützt in einer Talmulde seien Spaziergänge auch bei frischen 16 Grad möglich. «Berneck ist nicht spektakulär, aber einfach schön.» So wie das Wetter an Ostern sein müsste, möchte man fast anfügen.

Schnee im Mittelland

Kein Aprilscherz: Grosse Teile der Westschweiz und des Mittellandes waren am Donnerstagmorgen von einer Nassschnee-Schicht bedeckt. Den östlichen Landesteilen steht der erneute Wintereinbruch noch bevor.

Bei grossen Niederschlagsmengen sinke die Temperatur; dies habe dazu geführt, dass der Regen in Schnee überging, hiess es dazu am Donnerstagmorgen auf Anfrage bei MeteoSchweiz. Die Schneefallgrenze fiel im Laufe der Nacht deshalb sukzessive bis auf 500 Meter hinunter.

Erste Schneefälle hatten in der Nacht im Jura eingesetzt. Danach zog die Schneefront weiter Richtung Mittelland und Zentralschweiz. Später soll auch noch die Ostschweiz in den Genuss von Neuschnee kommen. Etwas weniger weiss war es entlang der Aare. In der Nacht auf Karfreitag rechnen die Meteorologen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. (sda)

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