Gondelabsturz in Stresa IT - Letzte Seilbahn-Prüfung im November ergab «keine Mängel»
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Gondelabsturz in Stresa ITLetzte Seilbahn-Prüfung im November ergab «keine Mängel»

Die Ursache für den Gondel-Absturz, die in Stresa 14 Personen in den Tod riss, soll von einer Kommission der italienischen Regierung untersucht werden. Die Südtiroler Wartungsfirma selbst gibt an, bei der letzten Prüfung keine Mängel festgestellt zu haben.

Darum gehts

  • Bei einem Seilbahnunglück in Italien sind 14 Personen ums Leben gekommen.

  • Die Regierung will das Unglück mittels einer Kommission untersuchen.

  • Die zuständige Wartungsfirma hatte bei der Prüfung im November 2020 keine Mängel finden können.

Einen Tag nach dem Seilbahnunglück mit 14 Toten am Lago Maggiore sind Italiens Infrastrukturminister und der Leiter der Zivilschutzbehörde am Unglücksort Stresa zusammengekommen. Die Regierung wolle die Ursachen und das, was geschehen ist, verstehen, sagte Minister Enrico Giovannini vor Medien am Montag in dem Ort im norditalienischen Piemont.

Die Gründe für den Absturz der Gondel, die zwischen Stresa und dem Monte Mottarone fuhr, würden aufgeklärt. Eine Kommission unterstütze die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verbania. Diese ermittelt laut Medienberichten wegen fahrlässiger Tötung.

«Keine Unregelmässigkeiten» bei letzter Prüfung

Das Südtiroler Unternehmen Leitner, das für die Wartungen der Seilbahn zuständig ist, gab an, dass bei der letzten magnetinduktiven Seilprüfung im November 2020 «keine Unregelmässigkeiten» festgestellt worden seien. Die Prüfung erfolge jährlich. Auch nach der Generalüberholung der Bahn im Jahr 2016 sei die Anlage genau kontrolliert worden. Leitner hat bei der Seilbahn zwischen Stresa und dem Monte Mottarone nicht nur die ausserordentlichen Kontrollen durchgeführt, sondern war auch für die ordentliche Wartung zuständig.

14 Personen gestorben, ein Kind in kritischem Zustand

Am Sonntag war die Gondel mit 15 Menschen etwa um die Mittagszeit aus zunächst ungeklärter Ursache in die Tiefe gestürzt. Zwei Kinder wurden per Rettungshubschrauber in eine Klinik in Turin geflogen.

Eines starb noch am Abend an seinen Verletzungen. Unter den Toten waren fünf israelische Staatsbürger, wie das israelische Aussenministerium bestätigte. Es handele sich um eine Familie. Der fünfjährige Sohn, der einzige Überlebende des Unglücks, liege in kritischem Zustand weiter in der Klinik. Laut italienischen Medien sei seine Tante bei ihm.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(dpa/lub)

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