Grossbritannien: Letzte Titanic-Überlebende ins Meer verstreut
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GrossbritannienLetzte Titanic-Überlebende ins Meer verstreut

Fünf Monate nach dem Tod der letzten «Titanic»- Überlebenden ist die Asche der Toten im Hafen von Southampton verstreut worden. In der südenglischen Stadt war das legendäre Schiff vor 97 Jahren zu seiner verhängnisvollen Fahrt aufgebrochen.

Millvina Dean, die am 14. April 1912 beim Untergang der «Titanic» als zwei Monate altes Baby in einem Sack in ein Rettungsboot herabgelassen worden war, starb am 31. Mai. Ihre Asche wurde von ihrem Lebensgefährten an den Docks ins Meer gestreut. Rund 150 Menschen begleiteten die Zeremonie.

Beim Untergang der als «praktisch unsinkbar» geltenden Titanic waren 1517 Menschen ums Leben gekommen, darunter Deans Vater. 706 Menschen - meistens Frauen und Kinder - wurden nach der Kollision des Luxusdampfers mit einem Eisberg gerettet. Auch ihr zweijähriger Bruder und ihre Mutter überlebten den Untergang.

Fonds zum Überleben

Geboren am 2. Februar 1912 verbrachte Elizabeth Gladys «Millvina» Dean den grössten Teil ihres Lebens in Southampton, dem Heimathafen der «Titanic». Den grössten Teil ihres Lebens hatte die unverheiratete ehemalige Sekretärin keinen Kontakt zu den «Titanic»-Enthusiasten in aller Welt. Um ihre Pflegeheimkosten bezahlen zu können, musste sie später aber einige «Titanic»-Erinnerungsstücke verkaufen. Freunde von ihr gründeten daraufhin einen Fonds, der auch von den «Titanic»-Filmstars Leonardo DiCaprio und Kate Winslet unterstützt wurde.

Dean sprach selten über die Katastrophe. Sie sagte, sie habe 1958 den Film «A Night To Remember» (»Die letzte Nacht der 'Titanic'») gesehen. Das erschütterte sie so sehr, dass sie später nie wieder «Titanic»-Filme sehen wollte - auch nicht den Hollywood-Erfolg von 1998 mit DiCaprio und Winslet. (dapd)

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