Aktualisiert 29.04.2008 11:10

Letzter Gotthardtunnel-Vertrag ist unterzeichnet

Der Einbau der Bahntechnik im Gotthard-Basistunnel der NEAT kann definitiv beginnen. Die Tunnel-Bauherrin AlpTransit AG und die Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard haben den Werkvertrag dafür heute unterzeichnet.

Transtec erhält damit Aufträge im Wert von 1,69 Millionen Franken. Die Arbeitsgemeinschaft von fünf Firmen kann nun mit der Ausrüstung der beiden einspurigen Tunnelröhren von je 57 Kilometern Länge im Gotthard beginnen. Zudem wird sie auch die anschliessenden offenen Neubaustrecken Norden und Süd von total elf Kilometern Länge bis zur Anbindung an das bestehende Bahnnetz mit Bahntechnik ausrüsten. Renzo Simoni, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der AlpTransit AG, sagte nach der Vertragsunterzeichnung in Luzern, nun seien alle grossen Verträge für den Gotthard-Basistunnel unter Dach und Fach. Rolf Brunner von der Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard versicherte: «Wir werden die uns anvertrauten öffentlichen Mittel effektiv einsetzen und die vereinbarten Termine fristgerecht einhalten.»

Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Gotthard-Basistunnels soll laut Plan Ende 2017 beginnen. Bis dahin gehen die Arbeiter ans Werk. In den nächsten Monaten erstellt Transtec das Ausführungsprojekt. Nach der Bewilligung durch das Bundesamt für Verkehr beginnen dann die Installationsarbeiten in Biasca. Mit dem Einbau der Bahntechnik über das Südportal wird Mitte 2009 begonnen, mit dem Einbau über das Nordportal Ende 2011 in Erstfeld. Zur ausführenden Arbeitsgemeinschaft Transtec gehören die Unternehmen Atel Installationstechnik AG, die Alcatel-Lucent Schweiz AG, die Thales Rail Signalling Solutions AG, die Alpine-Bau GmbH und die Balfour Beatty Rail GmbH.

Gegen die Vergabe des Werkvertrags an Transtec hatte das unterlegene Konsortium im vergangenen Jahr eine Beschwerde eingereicht. Anfang Dezember 2007 zog das Konsortium seine Beschwerde nach einer aussergerichtlichen Einigung zurück. (dapd)

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