Zuwanderung: Letztes Jahr wanderten weniger Ausländer ein
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ZuwanderungLetztes Jahr wanderten weniger Ausländer ein

Die Zuwanderung in die Schweiz ist erstmals seit fünf Jahren gesunken. Laut einem Bericht der OECD kamen die meisten Einwanderer aus Deutschland.

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ij
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395 Einwanderer pro Tag: 72'000 Personen sind im ersten Halbjahr 2015 in die Schweiz eingewandert, meist aus EU/Efta- Staaten. Das gibt alle 3 Minuten und 39 Sekunden einen neuen Bewohner. Die Zahl der Einwanderer ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 Prozent gestiegen. Die Nettozuwanderung nahm aber trotzdem ab, da die Zahl der Auswanderer stieg.

395 Einwanderer pro Tag: 72'000 Personen sind im ersten Halbjahr 2015 in die Schweiz eingewandert, meist aus EU/Efta- Staaten. Das gibt alle 3 Minuten und 39 Sekunden einen neuen Bewohner. Die Zahl der Einwanderer ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2 Prozent gestiegen. Die Nettozuwanderung nahm aber trotzdem ab, da die Zahl der Auswanderer stieg.

Christian Beutler
17 Rückschaffungen pro Tag:  Wird ein Asylgesuch abgelehnt, so kann die Person selbstständig abreisen oder aber die Schweizer Behörden schaffen sie zurück. 6321 s olcher Rückschaffungen hat es 2014 gegeben. Rund 3600 davon gingen ins Heimatland, 2400 wurden in den Dublin-Staat, der für das Asylgesuch des Flüchtlings verantwortlich ist, zurückgeführt.

17 Rückschaffungen pro Tag: Wird ein Asylgesuch abgelehnt, so kann die Person selbstständig abreisen oder aber die Schweizer Behörden schaffen sie zurück. 6321 s olcher Rückschaffungen hat es 2014 gegeben. Rund 3600 davon gingen ins Heimatland, 2400 wurden in den Dublin-Staat, der für das Asylgesuch des Flüchtlings verantwortlich ist, zurückgeführt.

Keystone/AP/Gaetan Bally
23'562 Touristen pro Tag:  Die allermeisten Ausländer, die Fuss auf Schweizer Boden setzten, gehen bald wieder. Die Schweiz verzeichnet jedes Jahr 8,6 Millionen internationale Besucher, was sie auf Patz 32 der weltweit beliebtesten Feriendestinationen bringt. Die internationalen Touristen bescheren der Schweizer Wirtschaft jährlich 15,5 Milliarden Franken Einnahmen, das ergibt Platz 18 auf der Weltrangliste.

23'562 Touristen pro Tag: Die allermeisten Ausländer, die Fuss auf Schweizer Boden setzten, gehen bald wieder. Die Schweiz verzeichnet jedes Jahr 8,6 Millionen internationale Besucher, was sie auf Patz 32 der weltweit beliebtesten Feriendestinationen bringt. Die internationalen Touristen bescheren der Schweizer Wirtschaft jährlich 15,5 Milliarden Franken Einnahmen, das ergibt Platz 18 auf der Weltrangliste.

Keystone/AP/Steffen Schmidt

Im letzten Jahr sind zum ersten Mal seit 2009 weniger Ausländer in die Schweiz eingewandert als im Jahr zuvor. Die Asylgesuche haben dagegen zugenommen.

23'800 Menschen haben 2014 in der Schweiz einen Antrag auf Asyl gestellt. Das sind 11 Prozent mehr als 2013. Die meisten Asylsuchenden kamen laut dem Migrationsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus Eritrea (6900). An zweiter Stelle folgen Syrer (3800) und Menschen aus Sri Lanka (rund 1300).

Auch 2013 waren die meisten Asylsuchenden Eritreer, gefolgt von Syrern und Nigerianern. In 6200 Fällen gewährten die Behörden laut der OECD Asyl (2013: 3200), was einer Anerkennungsrate von 25 Prozent entspricht (2013: 15 Prozent). 2013 wurden 21'500 Asylgesuche registriert. 2012 waren es 28'600 gewesen.

Zuwanderung ist gesunken

Total hielten sich im letzten Jahr 1,95 Millionen Ausländer in der Schweiz auf. Dies entspricht 24 Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung. Die meisten davon sind Italiener (16 Prozent) und Deutsche (15 Prozent). Danach folgen Portugiesen (14 Prozent) und Franzosen (6 Prozent).

Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 152'000 Ausländer in die Schweiz für einen Daueraufenthalt. Das sind 2 Prozent weniger als 2013. Damit ist die Zuwanderung erstmals seit 2009 gesunken. Drei Viertel der Neuankömmlinge sind Bürger aus EU/Efta-Ländern.

Die meisten Menschen kommen aus Deutschland (16 Prozent) und Italien (12 Prozent), gefolgt von Portugal (10 Prozent) und Frankreich (9 Prozent). Während 64 Prozent der Bürger aus EU/Efta-Ländern kommen, um zu arbeiten, ist der Hauptgrund für die Zuwanderung aus Nicht-EU/Efta-Ländern der Familiennachzug.

(ij/sda)

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