Submarines Feuerwerk: Leuchtbomben in der Tiefsee

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Submarines FeuerwerkLeuchtbomben in der Tiefsee

Fressen und Gefressenwerden in den finsteren Tiefen des Meeres: Mit einem im Wortsinne brillanten Trick narren Tiefsee-Würmer ihre Fressfeinde.

von
dhr

Die kleinen, bis zu zehn Zentimeter langen Borstenwürmer, die in Tiefen von 1863 bis 3793 Metern schwimmen, werfen bei Gefahr kleine grüne Leuchtbomben ab. Das submarine Feuerwerk verwirrt Fressfeinde wie beispielsweise Tintenfische, was den Würmern wertvolle Zeit zur Flucht verschafft.

Die Würmer der Gattung «Swima», die im Gegensatz zu den meisten Meeresborstenwürmern freischwimmend im offenen Wasser leben, sind am Vorderende mit je nach Art bis zu acht winzigen Blasen bestückt. Diese lösen sich bei Gefahr ab und leuchten durch eine chemische Reaktion dann intensiv grün auf. Die Leuchtbomben bestehen aus einer Blase mit zwei Kammern. Darin wird vermutlich die Leuchtsoff gespeichert. Zudem haben sie an den Polen zwei Gefässe mit Körperflüssigkeit.

Die Meeresbiologin Karen Osborn und ihr vierköpfiges Team von der Scripps Institution im kalifornischen La Jolla haben insgesamt sieben dieser Wurmarten entdeckt und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «Science» publiziert (Bd. 325, S. 964, 2009). Entdeckt wurden die Tiefseebomber vor der amerikanischen Westküste und im Westpazifik mit einem unbemannten Tauchboot.

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