Hafenfest: Leuenberger erfreut Hamburg
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HafenfestLeuenberger erfreut Hamburg

In Hamburg haben die Festlichkeiten zum 820. Geburtstag des Hafens begonnen. Im Namen des diesjährigen Gastlandes Schweiz hob Bundesrat Moritz Leuenberger die Gemeinsamkeiten der Hansestadt und der Schweizerischen Eidgenossenschaft hervor.

«Die Wasserstadt Hamburg mit ihren tausend Brücken, das Eisenbahnland mit Schweiz mit seinen tausend Tunneln: Wir sind Nachbarn und bringen es aufs rechte Gleis. Denn wir sitzen im selben Boot», sagte der Verkehrsminister zur Eröffnung des «SCHWEIZ- BASELfestivals» in der norddeutschen Stadt.

Infrastruktur für Verkehr

Sowohl die Schweiz als auch Hamburg leisteten einen wichtigen Beitrag zur europäischen Verkehrsinfrastruktur: «Im Hamburger Hafen werden jährlich 150 000 Tonnen Transitgüter für die Schweiz umgeschlagen und wir bauen durch die Alpen den längsten Eisenbahntunnel der Welt, um Güter von der Nordsee zum Mittelmeer zu transportieren», sagte Leuenberger gemäss Redetext.

Besonders erfreut zeigte sich der Verkehrsminister darüber, dass das Jahrhundertprojekt NEAT am Hamburger Hafenfest vorgestellt wird. Die Hamburger können den neuen Gotthard-Basistunnel anhand eines begehbaren Modells kennenlernen. Laut Leuenbergers Departement will sich das Gastland Schweiz in Hamburg als moderner und innovativer Kleinstaat präsentieren.

Gute Nachbarschaft ohne Peitsche

Auch der Steuerstreit mit Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück blieb nicht unerwähnt: Gerade in Zeiten der Finanzkrise benötigten die Staaten zum Bau wichtiger Infrastrukturen die finanzielle Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger, sagte Leuenberger.

Deswegen bedürfe es der Solidarität zwischen den Staaten. «Solidarität unter Nachbarn bedeutet, dass sie sich das Wasser nicht gegenseitig abgraben und keine Früchte aus dem Garten des anderen pflücken», sagte Leuenberger.

«Zu dieser Erkenntnis müssen wir uns nicht gegenseitig anpeitschen, denn wir wissen, was genossenschaftliche Verbundenheit ist», erklärte der Bundesrat in Anlehnung an die Drohung Steinbrücks mit «Zuckerbrot und Peitsche» gegen unkooperative Steueroasen vorzugehen.

(sda)

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