Leuenberger testet Wasserstoff-Auto
Aktualisiert

Leuenberger testet Wasserstoff-Auto

Bundesrat Moritz Leuenberger ist heute Donnerstag in freiburgischen Givisiez in einem Wasserstoff-Fahrzeug herumgekurvt.

Für Errungenschaften dieser Art hielten Politiker ihren «Verbrennungsmotor» am Laufen, sagte er den Medienleuten.

Das Auto ist ein Produkt der Zusammenarbeit des französischen Reifenherstellers Michelin in Givisiez und des Paul Scherrer- Instituts in Villigen AG. Leuenberger hielt mit seiner Sympathie für das Produkt der Zukunft nicht hinter dem Berg und setzte sich selber hinters Lenkrad.

«Diese Form von Fortschritt ist ein Zeichen der Hoffnung für die Politik», sagte der Umwelt- und Verkehrsminister vor der Presse. Dafür hielten Politiker ihren Verbrennungsmotor am Laufen.

2010 auf dem Markt

Was die technische Entwicklung anbelange, könnte das Auto im Jahr 2010 auf dem Markt sein, sagte Daniel Laurent, Direktor der Forschungsabteilung von Michelin. Das Wasserstoff-Fahrzeug lasse sich weiterentwickeln, nicht zur Freude aller.

Denn das Wasserstoff-Fahrzeug stehe für einen technischen Fortschritt, vergleichbar mit dem Übergang von der Dampfeisenbahn zur Elektro-Eisenbahn: «Klar, dass dies die Dampfbahn-Freunde ärgert.»

Die Automobilindustrie sei auf völlig andere Technologien ausgerichtet, weshalb das Wasserstoff-Fahrzeug ein veritables Nischen-Produkt der Schweiz werden könne, meinte der Freiburger Staatsrat Pascal Corminboeuf, der Leuenberger bei seinem Besuch in Givisiez begleitete.

Wasserstoffauto kann mithalten

Das Fahrzeug ist mit einer Brennstoffzelle bestückt, die aus Wasserstoff elektrische Energie gewinnt und damit Elektromotoren antreibt. Das Auto bietet vier Personen Platz, erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern und kann so auf der Autobahn durchaus mithalten.

Auch bei der Beschleunigung nimmt es das Wasserstoffauto mit Mittelklassewagen auf: In 11,5 Sekunden erreicht es aus dem Stand 100 km/h. «Nachtanken» muss das Gefährt nach 400 Kilometern. (sda)

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