Leuenberger trifft sich mit Streitparteien
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Leuenberger trifft sich mit Streitparteien

Verkehrsminister Moritz Leuenberger trifft sich am Samstag mit den Parteien im SBB-Cargo-Konflikt zu einer Aussprache. Danach will er entscheiden, ob die Voraussetzungen für die Einberufung eines Runden Tischs erfüllt sind.

Der von Leuenberger eingesetzte Vermittler Marco Solari habe dem Verkehrsminister Rückmeldung erstattet, teilte das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Donnerstag mit.

SEV zufrieden mit Rolle des Bundes

Pietro Gianolli, Sekretär des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalverbands (SEV), zeigte sich zufrieden mit der neuen Entwicklung: «Wir finden es gut, dass die Bundespolitik nun eine aktive Rolle einnimmt», sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Er hoffe nun, dass am Gespräch vom Samstag neue Lösungen gefunden würden. Dazu wolle auch der SEV etwas beitragen: «Wir werden unsere Forderungen überdenken und neu formulieren», sagte Gianolli.

Die streikenden Arbeiter werden am Freitagmorgen über die Ergebnisse der Gespräche mit Solari und das geplante Treffen am Samstag informiert.

Keine Angaben über Gesprächsinhalte

Über den Inhalt der Gespräche zwischen Solari und den Konfliktparteien machte das UVEK keine Angaben. Solari sagte auf Anfrage, er habe dem Verkehrsminister versprochen, keine Erklärungen dazu abzugeben. Auch dürfe er keine Auskunft darüber geben, ob er noch weitere Gespräche als Vermittler durchführen werde.

Am Gespräch vom Samstag nehmen einerseits Vertretungen der Regierungen der Kantone Tessin und Graubünden sowie eidgenössische Parlamentarier aus diesen Kantonen teil. Weiter werden die Gewerkschaften SEV, Transfair und Unia, das Streikkomitee sowie Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der SBB vertreten sein.

Im Anschluss an das Treffen will Moritz Leuenberger über das Ergebnis der Aussprache orientieren. (sda)

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