Leuenberger verteidigt Geheimniskrämerei
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Leuenberger verteidigt Geheimniskrämerei

Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat die Geheimhaltung des Fastzusammenstosses beim Flughafen Zürich-Kloten und der deswegen angeordneten Verkehrseinschränkungen verteidigt.

Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat die Geheimhaltung des Fastzusammenstosses beim Flughafen Zürich-Kloten und der deswegen angeordneten Verkehrseinschränkungen verteidigt. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview des Zürcher «Tages-Anzeigers» sagte Leuenberger, der Fastzusammenstoss vom vergangenen August sei aus Sicherheitsgründen nicht sofort bekannt gemacht worden. Denn man habe ein grosses Interesse daran, dass betroffene Piloten Zwischenfälle meldeten, auch wenn sie einen Fehler begangen hätten. Die Angst vor einer öffentlichen Vorverurteilung vor der Publikation des Schlussberichts des Büros für Flugunfalluntersuchung über solche Fastzusammenstösse könnte die Piloten von solchen Meldungen abhalten. Leuenberger räumte aber ein, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) entgegen seiner Praxis vielleicht im vergangenen Dezember über die damals angeordneten Flugbeschränkungen hätte informieren können. Es sei aber falsch, dem BAZL Geheimniskrämerei vorzuwerfen. Der Flughafen Zürich-Kloten hätte ohne weiteres und jederzeit über die damals angeordneten Massnahmen informieren können, sagte Leuenberger. (dapd)

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