63. UNO-Vollversammlung: Leuenberger will arme Länder im Klimaschutz unterstützen
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63. UNO-VollversammlungLeuenberger will arme Länder im Klimaschutz unterstützen

Bundesrat Moritz Leuenberger hat in New York einen Schweizer Finanzierungsvorschlag für die Anpassung an den Klimawandel präsentiert. Profitieren sollen davon vorallem die armen Länder.

Leuenberger traf sich dazu mit den Amtskollegen aus Grossbritannien, den Niederlanden und Bangladesch. Diese Länder prüfen zusammen mit der Schweiz Wege, um Klimaschutzmassnahmen auf globaler Ebene zu finanzieren, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Mittwoch mitteilte.

Die Schweiz möchte mit dem am Rande der UNO-Generalversammlung vorgestellten Vorschlag sicherstellen, dass auch die ärmsten Länder Klimaschutzmassnahmen ergreifen können. Dazu sieht die Schweiz eine nach Entwicklungsstand abgestufte CO2-Abgabe vor. Pro Jahr sollen so 48,5 Milliarden Franken zusammenkommen.

Jedes Land soll 1,5 Tonnen CO2 pro Kopf abgabefrei ausstossen können. Staaten, die mehr produzieren, werden zur Kasse gebeten. Der Vorschlag sieht weiter vor, dass ein Teil der Erträge für die Finanzierung von Projekten im eigenen Land eingesetzt werden kann.

Die ärmsten Länder sollen hier wiederum bevorteilt werden, indem sie einen höheren Anteil für eigene Projekte zurückhalten dürfen. Der Vorschlag wurde im Juli 2008 vom Bundesrat abgesegnet. Die Staatengruppe prüft den Schweizer Vorschlag im Hinblick auf ein künftiges internationale Klimaregime.

(sda)

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