Leukerbad-Debakel: Loretan bricht sein Schweigen

Aktualisiert

Leukerbad-Debakel: Loretan bricht sein Schweigen

Am letzten Prozesstag in Sachen Leukerbad-Debakel vor dem Kreisgericht Oberwallis hat Otto G. Loretan sein Schweigen gebrochen.

Am letzten Prozesstag in Sachen Leukerbad- Debakel vor dem Kreisgericht Oberwallis hat Otto G. Loretan sein Schweigen gebrochen. Der angeklagte ehemalige Gemeindepräsident sieht sich vom Staatsanwalt zum Sündenbock gestempelt.

«Mit diesem Stigma werde ich leben müssen», erklärte Loretan in seinem Schlusswort am Freitag. Der Staatsanwalt habe exemplarisch hohe Strafen gefordert in einem Verfahren, «das eines Rechtsstaates unwürdig ist» und gar Menschenrechts-Normen verletzt habe.

Es schmerze zu hören, dass er «das Geld für die von mir erbrachten Leistungen nicht Wert gewesen sein soll», sagte Loretan weiter. Sein Wille sei es gewesen, Leukerbad zu einem zukunftsträchtigen Kurort auszubauen. Diese Politik sei von der Gemeinde aber auch von Banken und Versicherungen mitgetragen worden.

«Fehleinschätzungen» hätten diese Ziele aber «kaputt» gemacht. Die Mitverantwortung dafür habe er öffentlich eingestanden. Trotzdem sei er «gedemütigt, geprügelt und zum alleinigen Sündenbock gestempelt worden», sagte Loretan weiter. Er bat das Gericht, dem «unheuren Druck der Öffentlichkeit und der Medien» zu widerstehen und ihn freizusprechen.

Das Urteil wird am 11. November eröffnet.

(sda)

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