Zürich: Leupi verurteilt Attacke auf Fehr
Aktualisiert

ZürichLeupi verurteilt Attacke auf Fehr

Der Stadtzürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi verurteilt die Prügelattacke auf Hans Fehr scharf. Doch Fragen dazu wollte er nicht beantworten.

von
Roman Hodel

Erstmals nahm Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) gestern Stellung zur Prügelattacke auf SVP-Nationalrat Hans Fehr im Vorfeld der Albisgüetli-Tagung: «Ich verurteile den tätlichen Angriff scharf – das Vorgehen der Linksextremisten ist undemokratisch», teilte Leupi mit.

Er lehne jede Gewaltanwendung ab und appelliere zudem an alle politischen Kräfte, die politische Debatte sachlich zu führen. Am Telefon allerdings gab sich Leupi nicht mehr sehr auskunftsfreudig: «Weitere Fragen zum Vorfall beantworte ich nicht», sagte er zu 20 Minuten. Weder zum Polizeieinsatz noch zu Fehrs Verhalten, das von Stapo-Kommandant Philipp Hotzenköcherle kritisiert wurde. Einzig auf die Frage, wieso er sich erst gestern zu Wort meldete, sagte Leupi: «Am Samstag war es klar Aufgabe des Kommandanten, sich zu äussern – und am Sonntag will ein Polizeivorsteher vielleicht auch mal etwas mit der Familie unternehmen.» Kommunikationsexperte Marcus Knill schüttelt den Kopf: «Herr Leupi hat zu spät reagiert – alle warten auf seine Stimme nach einem solchen Vorfall.» Gar kein Verständnis hat er für sein Schweigen: «Das ist unprofessionell.»

Derweil hat Prügelopfer Fehr gestern Anzeige gegen unbekannt erstattet. «Damit will ich die Sache abschliessen», sagt er. Für seine Partei hingegen ist noch lange nicht Schluss: In einer Erklärung im Kantonsrat erwartet die SVP-Fraktion vom links-grünen Stadtrat «endlich ein entschiedenes Vorgehen» gegen Chaoten. Sonst müsse der Kanton die Sache «an die Hand nehmen».

Nach Attacke: Hans Fehr fordert Null-Toleranz

Polizei erlaubte Fussmarsch

Eine brisante Aussage machte Walter Anken, Vizepräsident der SVP Zürich 7, gestern auf Tele Züri: «Ich habe am Freitag vier Polizisten gefragt, ob ich ins Albisgüetli laufen könne. Die Beamten erlaubten dies.» Danach sei er von Vermummten verfolgt und bedroht worden. Anken: «Es war brandgefährlich.» Auch Fehr war zu Fuss unterwegs, als er attackiert wurde. Die Stapo wollte Ankens Vorwürfe nicht kommentieren.

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