«Beat on the Street» - «Leute mussten wegen der Parade ihre Haustiere extern platzieren»
Publiziert

«Beat on the Street»«Leute mussten wegen der Parade ihre Haustiere extern platzieren»

Die Basler Allmendverwaltung muss Gesuche für laute Veranstaltungen künftig öffentlich auslegen. Es gehe nicht darum, Events wie «Beat on the Street» zu verhindern, versichert der Verein Rheinpromenade Kleinbasel, der ein entsprechendes Gerichtsurteil erwirkt hat.

von
Lukas Hausendorf

Die letzte «Beat on the Street»-Parade vor der Pandemie fand 2019 statt. Dabei sollen Lärmgrenzwerte massiv überschritten worden sein.

Telebasel

Darum gehts

  • Laute Veranstaltungen wie die populären Paraden «Beat on the Street» oder «Jungle Street Groove» müssen ihre Bewilligungsgesuche künftig öffentlich auflegen.

  • Das hat das Basler Appellationsgericht entschieden und gab damit dem Verein Rheinpromenade Kleinbasel recht.

  • In der Vergangenheit hätten diese Events den bewilligten Lärmgrenzwert teilweise deutlich überschritten.

Hat es sich in Basel bald ausgetanzt? Das Appellationsgericht hat die Basler Allmendverwaltung angewiesen, Bewilligungsgesuche für besonders lärmige Veranstaltungen in Zukunft öffentlich auszulegen, um betroffenen Anspruchsgruppen die Einsprache zu ermöglichen. Das hat der Verein Rheinpromenade Kleinbasel in Zusammenhang mit der Veranstaltung «Beat on the Street» erwirkt, wie dieser am Donnerstag mitteilte.

Bislang hatte sich die Allmendverwaltung nämlich geweigert, gewisse Veranstaltungsgesuche öffentlich auszulegen. Der Verein wehrte sich gegen diese Praxis im Fall «Beat on the Street» und setzte sich gemäss Mitteilung vor dem Appellationsgericht in allen Punkten gegen den Kanton durch.

Lärmgrenzwert teils massiv überschritten

Der «Beat on the Street» ist eine Parade, die alternierend mit dem «Jungle Street Groove» alle zwei Jahre im August entlang des Kleinbasler Rheinufers ausgetragen wird. Dabei kam es in den letzten Jahren gemäss dem Verein Rheinpromenade Kleinbasel zu massiven Überschreitungen des bewilligten Lärmpegels von 100 Dezibel. «Teilweise um mehr als das Doppelte», sagt Peter Mötteli vom VRK. Das hätten Messungen ergeben, die im Auftrag des Amts für Umwelt und Energie durchgeführt worden seien.

Anwohnende hätten sich dadurch massiv gestört gefühlt. «Leute mussten ihre Haustiere extern platzieren», so Mötteli. Er betont aber auch, dass es dem Verein nicht darum gehe, diese Veranstaltungen zu verbieten. «Wir sind gar nicht dagegen. Einen Nachmittag im Jahr kann das auch lustig sein. Wir wollen einfach, dass es gut wird für alle.» Konkret gehe es in erster Linie darum, dass der bewilligte Lärmpegel eingehalten würde. «Der darf nicht überschritten werden.»

Verein sucht Kompromiss mit Veranstaltern

In der Mitteilung des VRK heisst es, dass man versuchen werde, sich mit den Veranstaltern der Paraden im Voraus gegenseitig über akzeptable Lärmwerte zu einigen. Mit der neuen, erleichterten Einsprachemöglichkeit liegt es nun auch besonders im Interesse der Organisatoren, dass die Bewilligungsauflagen eingehalten werden. Gerade in Bezug auf die Bewilligung künftiger Paraden.

Die nächste Parade soll kommenden August stattfinden. Allerdings ist es pandemiebedingt unwahrscheinlich, dass eine Veranstaltung dieser Grössenordnung dann überhaupt stattfinden kann.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

89 Kommentare