Aktualisiert 03.11.2014 14:27

Wal-Kadaver vor Perth«Leute mussten wegen des Gestanks erbrechen»

Dem Schweizer Austauschschüler Joel Arnet stinkt es am Strand von Perth gewaltig. Grund: Am Sonntag wurde ein 50 Tonnen schwerer Wal-Kadaver angeschwemmt.

von
woz

Am Scarborough Beach bei Perth (Australien) liegt ein riesiger Wal-Kadaver. Der rund 10 Meter lange und 50 Tonnen schwere tote Buckelwal wurde gestern Sonntag angeschwemmt.

Der Luzerner Joel Arnet ist zurzeit in Perth im Sprachaufenthalt. Beim Joggen stiess der 21-Jährige auf das tote Tier. «Den Verwesungsgeruch riecht man etwa drei Kilometer weit.» Der Gestank sei kaum auszuhalten. «Mir wurde schlecht. Andere Leute mussten sich gar übergeben», sagt Arnet zu 20 Minuten.

Strand wurde geschlossen

Nichtsdestotrotz ist der tote Wal derzeit die Attraktion am Scarborough Beach. «Am Montag gegen Mittag waren etwa 200 Schaulustige vor Ort.»

Doch nicht nur Zuschauer lockt der Koloss an – sondern auch Haie. Nur 15 Meter vom Scarborough Beach entfernt wurden zwei bis drei Meter lange Haie gesichtet. Das zwang die Behörden dazu, einen der beliebtesten Strände der Region zu schliessen.

Die Behörden versuchen nun, den Wal zu bergen. Bagger schaufeln den Kadaver frei. Danach soll er mit einem Lastwagen abtransportiert werden. «Wir wollen nicht, dass der Kadaver auseinanderbricht und uns damit ein noch grösseres Problem beschert», sagt der Verantwortliche, John Snook, zu ABC News Australia.

Mann surfte auf totem Wal

Am Sonntag, als der Kadaver noch im Meer trieb, kletterte ein Australier auf das tote Tier, um darauf zu surfen – umzingelt von Haien. Erst als er sich auf dem Kadaver befand, sei ihm bewusst geworden, wie gefährlich die Aktion war. «Ich habe es getan, aber ich muss es nicht wieder tun», sagte der Surfer zu perthnow.com, «es war eine wirklich dumme Aktion.»

(Video: Youtube/Daily Breaking News)

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