Leuthard: Die Schweiz als «Schmuckstück»
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Leuthard: Die Schweiz als «Schmuckstück»

Bundesrätin Doris Leuthard hat heute die Weltmesse für Uhren und Schmuck Baselworld eröffnet. Sie stellte die Schweiz als wirtschaftliches «Schmuckstück» dar.

Edler Schmuck und schöne Uhren seien heute «weit mehr als nur Zeitmesser oder dekoratives Beiwerk», sondern «derzeit vielleicht die sichersten Wertanlagen», sagte Leuthard - ohne die UBS zu erwähnen - in ihrer Eröffnungsrede. Beides seien überdies Symbole für technisches Knowhow, Kunsthandwerk, Kreativität und Innovation.

In diesem Umfeld präsentiere sich die Schweiz an der Messe in Basel «als Schmuckstück», namentlich als Top-Wirtschaftsstandort. Die Uhrenindustrie, die aus einer existenziellen Krise zu neuem Glanz gefunden hat, sei glänzendes Beispiel.

Schweizer Erfolgs-«Rohstoff» sei die Bildung, und in diese müsse kontinuierlich investiert werden. Der Staat habe in der wirtschaftspolitischen Wertschöpfungskette die «Rolle des Goldschmiedes», der die Fassung für das Schmuckstück entwerfe und herstelle.

Weniger Vorschriften, breitere Normen

Dies täten die Behörden damit, dass sie «einerseits überflüssigen Tand - Gebote, Verbote, An- und Verordnungen - eliminieren». Andererseits förderten sie den freien Handel mit der Welt und die Etablierung multilateraler Regelwerke und Normen. Dies helfe auch dem «Markenschutz und gegen Piraterie».

Leuthard hielt ihre Rede auf Englisch vor Ausstellern sowie Vertretern von Messe, Politik und Verwaltung. Zuvor hatte sie einige Stände von vier Schweizer Uhrenkonzernen besucht. Die Messeleitung wählt diese unbezahlbar werbewirksamen Stationen jeweils nach Wichtigkeit für die Schweizer Uhrenbranche aus.

An der 36. «Baselworld» präsentieren dieses Jahr 2087 Aussteller aus 45 Ländern ihre neusten Modelle und Kollektionen. Die grösste Vertretung stellt die Schweiz mit 458 Ausstellern, gefolgt von Hongkong mit 341 und Italien mit 271.

Die «Baselworld» ist nach Angaben der Verantwortlichen die flächenmässig grösste Messe der Schweiz und die weltweite Leitmesse der Uhren- und Schmuckindustrie. Bis zum 10. April werden rund 100 000 Fachbesucherinnen und -Besucher sowie 2500 Medienschaffende aus 100 Nationen erwartet.

(sda)

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