Aktualisiert 18.12.2018 11:54

Extra-Parkplätze

Leuthard plant «Grüne Zonen» für E-Autos

Spezielle Zonen für E-Autos und ein Schnellladenetz: So will Bundesrätin Doris Leuthard den Stromern zum Durchbruch verhelfen.

von
bz/daw
1 / 3
Grüne Markierungen signalisieren Parkplätze, die speziell Elektrofahrzeugen vorbehalten sind. Dadurch soll es möglich werden, in Ergänzung zu den heutigen Signalisationsmöglichkeiten die entsprechenden Flächen klar erkennbar elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vorzubehalten.

Grüne Markierungen signalisieren Parkplätze, die speziell Elektrofahrzeugen vorbehalten sind. Dadurch soll es möglich werden, in Ergänzung zu den heutigen Signalisationsmöglichkeiten die entsprechenden Flächen klar erkennbar elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vorzubehalten.

Keystone/Christian Beutler
Innerhalb der nächsten Jahre soll ein flächendeckendes Netz von leistungsfähigen Schnellladestationen auf dem gesamten Nationalstrassennetz entstehen.

Innerhalb der nächsten Jahre soll ein flächendeckendes Netz von leistungsfähigen Schnellladestationen auf dem gesamten Nationalstrassennetz entstehen.

roadmap2022.brainstore.com
Die abtretende Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) will den Stromern zum Durchbruch verhelfen.

Die abtretende Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) will den Stromern zum Durchbruch verhelfen.

Keystone/Christian Brun

Der Bund will die Elektromobilität fördern. Am Dienstag unterzeichnen auf Einladung von Verkehrsministerin Doris Leuthard über 50 Organisationen und Firmen verschiedener Branchen eine gemeinsame Roadmap mit über 100 Massnahmen. Deren Ziel ist, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. Aktuell beträgt die Anzahl der Neuzulassungen weniger als drei Prozent. Start ist im Januar 2019. 20 Minuten zeigt, was Doris Leuthard kurz vor ihrem Abschied als Bundesrätin noch tun will.

«Grüne Zonen» für Elektrofahrzeuge

Grüne Markierungen signalisieren Parkplätze, die speziell Elektrofahrzeugen vorbehalten sind. Dadurch soll es möglich werden, in Ergänzung zu den heutigen Signalisationsmöglichkeiten die entsprechenden Flächen klar erkennbar elektrisch angetriebenen Fahrzeugen vorzubehalten. Das Bundesamt für Strassen Astra prüft dafür die Motion «Grüne Zonen für Elektrofahrzeuge».

Kein Automateneintrag mehr

Der Automateneintrag im Führerausweis fällt weg. Künftig können Elektroautos im Rahmen der Fahrausbildung eingesetzt werden. Damit dürfen neu auch handgeschaltete Fahrzeuge gefahren werden. Der Automateneintrag verkomplizierte bislang den Einsatz von Elektroautos durch Fahrschulen. «Mit dem Verzicht auf den Automateneintrag bieten wir Fahrschülern die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge live auszuprobieren und erhöhen damit die Chance, dass diese Leute später einmal ein Elektroauto besitzen», sagt Volker Fröse vom Astra.

Nationales Schnellladenetz

Innerhalb der nächsten Jahre soll ein flächendeckendes Netz von leistungsfähigen Schnellladestationen auf dem gesamten Nationalstrassennetz entstehen. Dafür werden Betreiber für insgesamt 100 Rastplätze gesucht. Um einen schnellen Aufbau der Ladestationen zu ermöglichen, finanziert das Bundesamt für Strassen ASTRA die notwendige Strominfrastuktur vor. Auf Raststätten und Rastplätzen wird ein Angebot von rund 160 Ladestationen entstehen, das zu den dichtesten und leistungsfähigsten Ladenetzen im europäischen Raum zählen wird. Die freien Ladeplätze sollen in Echtzeit mit dynamischen Anzeigetafeln signalisiert werden.

Steuerliche Anreize

Auch Elektrofahrzeuge sollen dereinst einen Beitrag an die Infrastrukturkosten zahlen, der über die Vignette hinausgeht. Eine Abgabe soll aber erst dann eingeführt werden, wenn die Marktdurchdringung der Elektroautos markant zugenommen hat. Damit sollen die Kosten von Elektroautos (vor allem aufgrund der derzeit noch höheren Anschaffungskosten) nicht zusätzlich durch eine weitere jährliche Abgabe erhöht werden. Auch E-Lastwagen sollen vorerst keine Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) zahlen müssen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.