Aktualisiert 13.11.2007 13:35

Leuthards Klima-Appell vor der EU

Bundesrätin Doris Leuthard hat heute vor den Wirtschafts- und Finanzministern der EU und der EFTA in Brüssel dazu aufgerufen, den Klimawandel gemeinsam anzugehen.

Dazu brauche es unter anderem den Handel mit Emmissionspapieren. Die Schweiz könnte bis 2020 CO2-neutral werden, sagte sie am «Joint ECOFIN».

Der politische Umgang mit dem Klimawandel könne grossen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen haben, sagte die Volkswirtschaftsministerin laut Redetext vor den Vertretern der insgesamt 31 Länder. «Das Problem des Klimawandels ist ein globales und muss global gelöst werden.» Alle Länder müssten für ein künftiges Engagement einstehen.

Als weitere wichtige Punkte im Zusammenhang mit einem künftigen Protokoll nach Kyoto nannte Leuthard flexible Mechanismen, den weltweiten Handel mit Emissionspapieren - das so genannte Cap-and-trade-System - sowie den Technologietransfer. Zudem müssten die Massnahmen glaubwürdig und effizient sein. Ohne die flexiblen Mechanismen, die aus dem Kyoto-Protokoll hervorgingen, sei eine erfolgreiche Reduktion der Treibhausgase nicht zu erreichen.

Die Schweiz analysiere derzeit ihre Klimapolitik für die Zeit nach 2012, sagte die CVP-Bundesrätin weiter. «Im Entscheidungsprozess werde ich mich für den globalen Ansatz mit flexiblen Mechanismen einsetzen», sagte Leuthard. Derzeit sei die Stromproduktion praktisch CO2-frei. Ausserdem könnte die Schweiz sogar in Betracht ziehen, bis 2020 CO2-neutral zu werden. Das hiesse - wie bereits beschlossen - dass sämtliche Treibhausgas-Emissionen durch Massnahmen kompensiert würden. (dapd)

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