Gotthard-Outfit: Leuthards Lochjacke – «ein Griff daneben»

Aktualisiert

Gotthard-OutfitLeuthards Lochjacke – «ein Griff daneben»

Bundesrätin Leuthard hielt ihre Ansprache zur Eröffnung des Jahrhundert-Tunnels im Emmentaler-Look. Für Stilexperte Lilley ein Unding.

von
jh

«Die Löcher sind als Anspielung auf den Tunnel vielleicht witzig, der Look als Ganzes überzeugt mich nicht.» Bei Mode- und Stilexperte Clifford Lilley punktet Doris Leuthards «Emmentaler-Outfit» nicht. Mit der löchrigen Jacke des St. Galler Modelabels Akris sorgte die Uvek-Vorsteherin an der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels für Aufsehen.

Zum weissen Outfit trug Leuthard eine schwarze Tasche und schwarze Schuhe. «Leider ein Griff daneben», so der Südafrikaner Lilley, der seit über 30 Jahren in Zürich lebt, weiter. Zu einem so extravaganten Outfit nähmen sich die Schuhe und die Tasche zu simpel aus. Auch die romantischen Ohrringe seien zu verspielt in Kombination mit dem Rest des Looks.

«It just doesn't work»

Und die Kombination von Schwarz und Weiss: «It just doesn't work.» Ein schlichtes Etui-Kleid wäre hübscher und femininer gewesen. Dem Akris-Designer Albert Kriemler könne man nichts vorwerfen. Man müsse sich vielmehr die Frage stellen, wer denn Leuthard bei der Kleiderauswahl beraten habe.

Wie man auf Anfrage bei Akris erfährt, ist die Jacke keine Spezialanfertigung für die Bundesrätin, sondern stammt aus der Frühling/Sommer-Kollektion 2016. Sie entstand durch eine Zusammenarbeit Albert Kriemlers mit dem japanischen Architekten Sou Fujimoto – und ist von Fujimotos Design des House of Hungarian Music in Budapest inspiriert. Seitens des Uvek war während des laufenden Festprogrammes zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels Leuthards Kleiderwahl leider nichts in Erfahrung zu bringen.

Auf Twitter machten bereits am Vormittag Bilder von Leuthard im «Lochkleid», wie es dort heisst, die Runde.

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