Bayern-Star Robert Lewandowski kündigt Millionen-Vertrag mit Huawei

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Weltfussballer kündigt HuaweiLewandowski verzichtet wegen Ukraine-Krieg auf 5 Millionen Franken

Der Bayern-Stürmerstar hat seinen Vertrag mit dem chinesischen Handy-Riesen Huawei gekündigt. Grund dafür ist die Verwicklung des Unternehmens in den Ukraine-Krieg.

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Robert Lewandowski trug zuletzt eine Captains-Binde in den Ukraine-Farben (blau und gelb).

Robert Lewandowski trug zuletzt eine Captains-Binde in den Ukraine-Farben (blau und gelb).

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Und nun verzichtet der Pole auf sehr viel Geld. 

Und nun verzichtet der Pole auf sehr viel Geld. 

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So hat der Bayern-Star seinen persönlichen Werbe-Vertrag mit dem Handy-Riesen Huawei gekündigt.

So hat der Bayern-Star seinen persönlichen Werbe-Vertrag mit dem Handy-Riesen Huawei gekündigt.

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Darum gehts

  • Am Dienstagabend spielt Bayern-Star Robert Lewandowski gegen Salzburg.

  • Zuvor wurde bekannt, dass er wegen des Ukraine-Kriegs auf viel Geld verzichtet.

  • Er kündigte den Vertrag mit dem Unternehmen Huawei. 

  • City-Trainer Guardiola wetterte derweil gegen Politiker.

Bayern-Star und zweifacher Weltfussballer Robert Lewandowski setzt vor dem kapitalen Champions-League-Spiel am Dienstagabend gegen Salzburg ein deutliches Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. Nachdem der Pole bei den letzten Bundesliga-Spielen eine Captains-Binde in den Ukraine-Farben (blau und gelb) trug und zusammen mit der polnischen Nationalmannschaft die Playoff-Spiele zur WM gegen Russland boykottierte, verzichtet der 33-Jährige nun auf sehr viel Geld.

So hat der Bayern-Star seinen persönlichen Werbe-Vertrag mit dem Handy-Riesen Huawei gekündigt. Dabei hatte der 33-Jährige den Vertrag mit Huawei erst im Januar 2022 bis 2025 verlängert. Gemäss «PTV Sport» verzichtet Lewandowski mit der Kündigung des Vertrags auf rund fünf Millionen Franken. Polnische Medien zitieren den Manager des Polen mit den Worten: «Ich möchte darüber informieren, dass wir heute die Entscheidung getroffen haben, die Zusammenarbeit zwischen Robert Lewandowski und der Huawei-Marke zu beenden.» Der Grund für die Kündigung: der Ukraine-Krieg.

Pole verzichtet auf viel Geld

Was der chinesische Mega-Konzern mit dem Ukraine-Krieg zu tun hat? Nun, das Unternehmen soll die russische Armee mit Technologien beliefern. Am Wochenende berichtete die britische «Daily Mail», dass das China-Unternehmen nach den Attacken der «Anonymous»-Gruppe auf die digitale Infrastruktur Russlands schnelle Unterstützung gewährte. Oder in anderen Worten: Der chinesische Konzern soll laut der englischen Zeitung die russische Armee mit Technologien beliefern, um ihre Netzwerke zum Beispiel vor Cyberattacken zu schützen.

Huawei bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, dass der Stürmerstar die Zusammenarbeit beendete. Angaben zu den Gründen machte das Unternehmen nicht. Weiter wies Huawei die Vorwürfe zurück. «Die Geschichte ist unwahr und basiert auf ungenauen und falschen Informationen aus einem Artikel, der mittlerweile korrigiert wurde», teilte das Unternehmen mit.

Die «Daily Mail» stützt ihre Anschuldigungen eigenen Angaben zufolge auf einen mittlerweile gelöschten Bericht auf einer chinesischen Nachrichtenseite. In diesem soll Huawei angekündigt haben, seine Forschungszentren nutzen zu wollen, um 50’000 technische Experten in Russland auszubilden.

«Politiker sind komplette Versager»

Derweil äusserte sich auch ein Ex-Trainer des Polen zum Ukraine-Krieg. Der City-Coach Pep Guardiola teilte gegen Politiker, europäische Organisationen und die Nato aus. «Es geht nur um Geld. Es gibt Politiker, um solche Dinge zu vermeiden. Sie passieren trotzdem, weil sie Versager sind, komplette Versager. Die Nato und die europäischen Organisationen sind komplette Versager», so der Star-Coach.

Seine Botschaft: Die Politik sei unfähig, ihrer Aufgabe nachzukommen, Kriege zu verhindern. «Es geht nicht um eine Flagge oder ein Stück Land. Es geht immer um das Geld, das sich die Elite holen will. Wenn es nicht um Geld geht, gibt es auch keine Kriege.» Die Solidaritätsbekundungen der Premier League mit der Ukraine unterstützte der 51-Jährige. Er stellte aber gleichzeitig klar: «Sie sind nur eine Geste.» 

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(nih/dpa)

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